
Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen? BAD ATTITUDE aus Berlin-Spandau! Nein, wie geil, der gute alte Berliner Chaos-Punk ist wieder da! Bands wie MALINHEADS, VKJ, VELLOCET, CERESIT, BETON COMBO, MARPLOTS – das waren Punkbands, die dir in den 1980ern das Blut in den Adern haben gefrieren lassen. Ursprünglich hießen BAD ATTITUDE noch CRAPSCRAPERS, die hatten 1985 die 7“ „Don’t Waste Money“ auf ihrem eigenen Crap Records Label veröffentlicht, die sie über die Stadtgrenzen hinaus in ganz West-Deutschland bekannt machte. Nieten- und Chaos-Punk at its finest! Als der eigentliche Sänger der CRAPSCRAPERS zu den Aufnahmen im Studio nicht mehr erschien, übernahm kurzerhand Gitarrist Bruno seinen Posten. Er war später auch noch Gitarrist bei den MALINHEADS. Drummer Thomé betrieb damals zudem den Spandauer Fanzine-Vertrieb und das Label Lancelot Records. Bassist Blume war auch noch bei VORKRIEGSJUGEND aktiv. Man sieht, hier sind Berliner Punk-Legenden am Start! 1986/87 änderten sie ihren Bandnamen in BAD ATTITUDE, nachdem neue Leute zur Band kamen. Im März 1988 wurde der Song „Rhythm of death“ aufgenommen, mit Marina von SUBKULTUR am Schlagzeug und Matze von den MALINHEADS am Bass. Der Song war als ein ironischer Seitenhieb auf die damalige Crossover-Szene gedacht. Leider löste sich die Band kurz nach der Aufnahme auf und die geplante EP erschien nie. Im Jahr 2024 reformierten sich BAD ATTITUDE posthum, um die EP doch noch aufzunehmen. BAD ATTITUDE bestehen heute aus den drei Originalmitgliedern und Piper am Schlagzeug, der in den 1980er Jahren bereits mit ihnen abhing. Es gibt auf dieser sehr feinen 12“ neue Studiosongs zu hören plus den Originaltitel „Rhythm of death“ von 1988 und einen Rehearsal-Track von 1987. Atze, dit jefällt mir!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Helge Schreiber