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SPIRITBOX

Tsunami Sea

SPIRITBOX sind wieder da. Gleich der erste Satz in meinem Review von „Tsunami Sea“ fühlt sich falsch an. Die Band um das Ehepaar Courtney LaPlante und Mike Stringer war in den letzten Jahren so präsent wie kaum eine andere. Mit ausgiebigen Touren und jährlichen Veröffentlichungen blieben SPIRITBOX in aller Munde. Die Metalcore-Band, die vor fünf Jahren begann, langsam Aufmerksamkeit zu erregen, hat nun, im Jahr 2025, neben ihrer zweiten Grammy-Nominierung auch ihr zweites Album am Start. Und auch hier ist es wieder schwer zu glauben, dass es sich erst um den zweiten Longplayer handelt. Wann und wie die vier Musiker:innen es zwischen all den Terminen und EPs geschafft, haben, „Tsunami Sea“ zu schreiben und zu produzieren, kann nur spekuliert werden. Wie ein Schnellschuss klingt es nämlich auf keinen Fall. „Tsunami Sea“ beginnt, wie der Titel es verspricht, mit einer Flutwelle an Emotionen und brachialen Riffs. Es fühlt sich so an, als würden SPIRITBOX einem ihr gesamtes Repertoire auf einmal ins Gesicht schlagen. Ob das noch Metalcore ist oder bereits etwas Eigenes, muss am Ende jede:r für sich selbst entscheiden. „Tsunami Sea“ begleitet die Hörer:innen auf eine Reise durch alle Höhen und Tiefen unseres aktuellen Weltschmerzes. Textlich bleibt wie gewohnt viel Interpretationsspielraum, so dass jede:r sich da etwas rausziehen kann. Wer SPIRITBOX bisher mochte, wird sie mit diesem Album lieben. Wem diese Band bisher nur am Rande ein Begriff war, sollte sich auf jeden Fall damit befassen, denn wir beobachten gerade den Aufstieg von künftigen Headlinern. Da ist es gerade noch zu verschmerzen, auf dem roten Teppich der Grammys mit Poppy verwechselt zu werden.

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