
Mit ihrem vierten Album „Infinite Child“ schlagen SWAIN neue Töne an, die weit über den gewohnten Alternative Rock hinausgehen. Das niederländische Trio startet mit „Goodbye kiss“. Dunkel, rauh und mit einem guten Schuss Grunge, der an Layne Staley erinnert. Der Titeltrack „Infinite child“ überrascht mit groovendem Bass und einer Prise OASIS-Nostalgie, während „Cold fever“ plötzlich an THE STROKES denken lässt. „Shapeshifter“ geht dann tief runter. Treibend, roh, mit starkem BAMBARA-Vibe. „Find your groove“ bringt noch etwas Experimentelles auf die Tracklist und zum Ende hin setzt „Time beats me hollow“ ein spätes Highlight, das durch Tempowechsel, Strukturbrüche und seinen Fokuswechsel zwischen Gitarre, Bass und Gesang einfach hängenbleibt. Thematisch widmen sich SWAIN auf „Infinite Child“ Identität, Wandel und der Vergänglichkeit der Zeit. Das Ergebnis ist kein glattpolierter Rock, sondern eine ehrliche, teils kantige Selbstbefragung in Soundform. Unvorhersehbar, abwechslungsreich und mutig. Vielleicht ist es gerade deshalb ihr bisher bestes Album.
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