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THRICE

Horizons/West

„Black out the moon, black out the stars, black out the sun.“ Es bedarf nur knapp zwei Minuten, da überrascht einen schon der erste „Wow“-Moment beim neuen THRICE-Werk. Schnell folgt der nächste, denn auch „Gnash“ präsentiert die Band mit ungeahntem Punch. War da etwa ein Breakdown? Eine Doublebass? Ja und ja. Trotzdem ist „Horizons/West“ keine Rückkehr zum Sound von vor 20 Jahren, die Band öffnet sich aber wieder gegenüber Elementen, die damals Teil ihrer Identität waren. THRICE verweben Altes mit Bekanntem und stellen sich damit breiter auf als jemals zuvor. „Horizons/West“ ist ein erwachsenes Werk, eben weil die Band nicht starrköpfig dem einmal eingeschlagenen Weg folgt, sondern sich mit ihrer Vergangenheit versöhnt. Das macht sie nahbarer, emotionaler und verhindert, dass die in einem Sumpf der Geradlinigkeit versinkt. Während der erste Teil „Horizons/East“ den Sonnenaufgang und Aufbruch thematisierte, soll es auf „Horizons/West“ um den Sonnenuntergang und entsprechend um ein Ende gehen. Die Alben sind auf inhaltlicher Ebene verbunden, doch letztlich scheitert das Konzept, denn „Horizons/West“ vermittelt mehr Aufbruch als sein Vorgänger. Auf der anderen Seite heißt es aber auch, dass jedes Ende der Beginn von etwas Neuem ist. Ja, das passt, der Kreis schließt sich. Wir erleben THRICE in ihrer bestmöglichen Version.

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