
Egal, ob man es Americana, Folk oder Outlaw Country nennt – dieses Album hat alles, was ich an diesen Genrebezeichnungen liebe. Es ist perfekt instrumentiert von wahren Könner:innen ihres Fachs, keine Note ist zu viel, alles ist dem Song untergeordnet. Und die Songs haben es in sich: Storytelling vom Feinsten, das den Bogen zwischen der Vergangenheit und den aktuellen sozialen und politischen Verhältnissen in den Vereinigten Staaten von Amerika spannt. Dort geht es bekanntermaßen derzeit eher unschön zu. Umso wichtiger ist es, dass es Songwriter wie Jesse Welles oder eben Tim Grimm gibt, die ohne zu zögern den Finger in die Wunde legen und die Machenschaften des Möchtegern-Diktators offen und unmissverständlich anprangern – ganz im Geiste eines Woody Guthrie oder Steve Earle. Das Album ist verpackt in ein wunderschönes Digipak mit einem Booklet, das Illustrationen von Alissa Brach enthält. Wahre Kunst, die wir aktuell mehr denn je benötigen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #182 Oktober/November 2025 und Kent Nielsen