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VENOM

Blackened Priests

VENOM gelten ja gemeinhin als Gottväter des Black Metal, obwohl sie ehemalige Punks waren, die auf primitive Weise DISCHARGE und MOTÖRHEAD mischten, und niemals das spielten, was später als Black Metal der zweiten Welle bekannt wurde. Die ersten Alben von 1981 bis 1985 entstanden noch in legendärer Dreierbesetzung mit Mantas (gt), Cronos (bs, voc) und Abaddon (dr), die sich wahrscheinlich im Laufe der Jahre mehr vor Gericht als auf der Bühne gesehen haben. Mantras und Abaddon blieben später weiter Kern von VENOM, ergänzt für drei Alben vom „Demolition Man“ Tony Dolan. Und genau diese Alben sind jetzt in neu gemasterter Version auf „Blackened Priests“ zusammengestellt. Namentlich sind es „Prime Evil“ (1989), „Temple Of Ice“ (1991) und „The Waste Lands“ (1992), die Alben sechs bis acht der VENOM-Historie. Zur ganzen Wahrheit gehört bei VENOM, dass sie sich mit den ersten LPs Kultstatus erspielt haben, aber nie ein wirklich mieses Album veröffentlicht haben. Hier sind sie irgendetwas zwischen Thrash Metal, MOTÖRHEAD und der Groovepest der 1990er, aber haben gelernt, geradeaus zu spielen. Auf jedem der Longplayer sind ein paar Hits enthalten, die heruntergeholzte Coverversion von „Speedking“ ist grandios, aber „The Waste Lands“ mit Keyboarder ist schon sehr weit von den frühen Klassikern entfernt.

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