Foto

PARKWAY DRIVE

Viva The Underdogs

Verdammt, sind die groß geworden. So groß, dass sie den Headliner in Wacken geben. So groß, dass sie nur noch semi-heimlich als neue METALLICA gelten. So groß, dass ich kaum glauben kann, dass ich Frontmann Winston McCall vor gerade einmal vier Jahren noch in einem Hostel in Köln interviewte und mich hinterher zahlreiche Menschen, denen ich den Namen der Band nannte, fragten: „Wer?“ Ja, ich weiß: PARKWAY DRIVE spalten mit ihrem angehenden Gigantismus die Metalcore-Gemeinde. Ist ja immer so, wenn eine Band plötzlich der Heimeligkeit der kleinen Clubs entwächst. Und dann bringen sie auch noch so ein Live-Album heraus. Eines, das wirklich, wirklich auf dicke, dicke, megadicke (Wacken-)Hose macht. Aber, verdammt: Genauso muss das! Genauso ist das richtig! Genauso ist das verdient für diese Sunny-Surfer-Boys aus Down Under. „Viva The Underdogs“ knallt und rappelt und dröhnt an allen Ecken und Enden. Es zeigt, wie unfassbar professionell diese früheren Downstroke-Schrammler geworden sind. Es zeigt, dass sie sogar Hits mit Growl-Gesang schreiben können. Es zeigt aber vor allem (wie der gleichnamige Film, der hoffentlich bald nachgeschoben wird!), was für einen Heidenspaß PARKWAY DRIVE – die Typen aus dem kleinen Kölner Hostel von 2016 – daran haben, auf den Riesenbühnen angekommen zu sein und nun zu denen zu gehören, die harten Rock definieren.