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WONK UNIT

Good Good Glad To Hear It

Die Band aus Croydon weit im Süden von London hat sich über die Jahre vom Geheimtipp zu echten Lieblingen entwickelt, was auch etwas mit ihrem unermüdlichen Touren in Deutschland zu tun hat und freundschaftlichen Beziehungen zu PASCOW und Kidnap Music, wo sie bis zuletzt veröffentlichten. Mit ihrem neuen Album „Good Good Glad To Hear It“ sind sie nun allerdings zu Pirates Press in San Francisco gewechselt. Zuletzt war Ende 2021 „Uncle Daddy“ erschienen, mitten in der Pandemie, die auch Alex Wonk und seiner Band enorm zusetzte, und da ist es gut festzustellen, dass bei aller Scheiße, die gerade in der Welt passiert, und angesichts der düsteren Stimmung in Großbritannien mit „Good Good Glad To Hear It“ ein neues Album entstand, das erstaunlich gut gelaunt rüberkommt – oder zumindest so wirkt. Denn Alex macht als Sänger und Texter ein ums andere Mal aus seinem Herzen keine Mördergrube (was für eine Redewendung!) und offenbart freimütig seine Seelennöte oder seine Abscheu vor der konservativen Politik, siehe „Luxury flats“. Kein beifallheischender Seelenstriptease oder Politslogans, sondern einfach ehrliche Texte. An der grundsätzlichen Klangfarbe hat sich nichts geändert, aber markant sind Songs wie „Complicated girl“, die mit etwas instrumentaler Unterstützung der befreundeten BUSTER SHUFFLE entstanden. Sowieso wäre es ein smarter Move, beide Bands zusammen auf Tour zu schicken. „Good Good Glad To Hear It“ ist ein direktes, fast schon roughes Album, mit „nur“ 12 Songs, nachdem es zuletzt opulente 22 Tracks gewesen waren. Ich brauchte drei, vier Durchläufe, dann hatte ich es drin und drauf. So sympathisch!

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