UNTER AUGENHÖHE

Foto© by Stephan Möller

Die Fahrt im brennenden Bus – warum gibt es überhaupt noch Bands?

Hallo liebes 2026! Und hallo zurück nach einer kurzen Pause in Ox Nr. 184. Seit einer Ewigkeit ist es nun schon ein viel zu leichtes Unterfangen, sich über die Missstände in der Branche (zu Recht) aufzuregen. Tourabsagen, Clubsterben und katastrophale Bezahlung nerven, bedrücken, beuteln einerseits, und ein ausverkauftes Konzert von Xavier Naidoo, zu dem mehr Leute kommen als zu allen bisherigen von meiner Band LETO, andererseits, machen mich betroffen. Warum tun sich Bands das alles eigentlich noch an? Es steht doch alles in Flammen.

Warum setzen sich Bands in diesen brennenden Bus auf dem Weg in die Hölle? Um diese Frage zu beantworten, werde ich ausnahmsweise davon absehen, die desaströsen Rahmenbedingungen für kleine und mittelkleinen Bands zu thematisieren. Stattdessen präsentiere ich, passend zum Jahresbeginn 2026, meinen Jahreskalender, der mit zwölf ausgewählten, bedeutsamen und weniger bedeutsamen Augenblicken der Band gespickt ist und durch die monatlich aufkeimende Verzweiflung in wohldosierter Form kurzzeitig gemildert werden kann.

Die Kolumne mit dem klangvollen Titel „Die schlechtesten Konzertbesucher:innen sind, wer ahnt’s ... Musiker:innen und Bands“ war fertig und drei Klicks von Joachims Mailfach entfernt, als ich mich doch gegen eine Veröffentlichung entschied. Der Text wirkte auf mich viel zu negativ, zu nörgelig, zu zeigefingerzeigend und war ein einziges Abbild meiner eigenen Unzufriedenheit mit der Welt im Allgemeinen und der Musikbranche im Speziellen. Dem Text fehlte der Ausblick, der Ansatz zur Verbesserung. Entsprechend habe ich mir überlegt, das Jahr 2026 positiv zu starten, mit dem tollen „Good Vibes Only“ von WAUMIAU auf den Ohren während des Schreibens. Wer trotzdem wissen möchte, warum Musiker:innen und Bands so schlechte Konzertbesucher:innen sind, darf mich auf einem unserer kommenden Konzerte, zu denen natürlich alle unbedingt kommen müssen, gerne persönlich ansprechen.

Für LETO wird 2026 ein aufregendes Jahr, weil ein neues Album in den Startlöchern steht. Beginnen wir es noch mit dem angenehmen Teil, den Studioaufnahmen, so werden im Anschluss schnell die kräftezerrenden und ungeliebten Aufgaben folgen. Auch wenn es mit dem nun vierten Studioalbum sicher alles besser wird, weil es wie immer das beste Album der Welt werden wird, graut es mir jetzt schon vor anstehender Social-Media-Promo, dem Risiko bei schwachen Vorverkaufszahlen oder dem heiß geliebten Disco-Loadout, bei dem man direkt im Anschluss an den eigenen Auftritt und unter Zeitdruck die Bühne für das dezent drängelnde DJ-Duo freimachen muss – natürlich inklusive rappelvollem Club. Aber ich fange schon wieder an zu nörgeln ... 2026 wird nicht genörgelt. Und damit die Neujahrsvorsätze nicht wie in Hamburg nur am 2. und 3. Januar um die Alster joggen, sondern langfristig wirken, folgt nun mein Manifest der Bandfreuden. Es gibt nämlich immer noch so unfassbar schöne Momente, die in meinem Erleben nur im Bandkontext entstehen und mich immer wieder zum Weitermachen motivieren. Es folgen in gewohnt willkürlicher Reihenfolge meine liebsten großen und kleinen Momente.

1. Der Lachanfall
Nach all dem Stress vor dem Album, geht es irgendwann auf Tour. Da immer ein bis zwei Bandmitglieder zu spät zum Laden kommen, verlässt man mit quietschenden Reifen den Proberaum in Richtung Klub. Mit jedem zurückgelegten Kilometer blättern nach und nach Schichtdienste und alltägliche Verpflichtungen von der Hirnrinde ab. Es fühlt sich immer wieder wie eine große Klassenfahrt an. Stress und Ärger verwandeln sich in Vorfreude und Aufregung. Schnell werden im Bus alte Geschichten aufgewärmt. Eine erlebte Absurdität folgt der nächsten, noch bevor die Autobahn erreicht ist. Erst nach der Tour fällt mir auf, wie unbewusst sich Bands ein gemeinsames Vokabular aneignen und dass bestimmte Begriffe, egal wie dumm und abwegig sie auch sein mögen, von allen Bandmitgliedern ohne weiteres benutzt werden. Im Allgemeinen verfestigen sich ein spezifisches Gruppenvokabular und insbesondere humorvolle Sprüche im Laufe der Jahre. Es entstehen kaum zählbare Insider, die definitionsgemäß auf erlebten Absurditäten fußen und meist nur der Band und Crew vertraut sind. Der ultimative Endorphin-Cocktail entsteht spätestens am dritten Tourtag, als einer dieser Insider aus dem Nichts und von der letzten Reihe unerwartet auf Schlafmangel und anhaltende Aufregung trifft. Diesen Lachanfall, der den gesamten Bus über mehrere Minuten komplett lahmlegt, kenne ich bislang nur im Bandkontext. Das Gelächter der Einzelnen potenziert sich zum ultimativen Ausnahmezustand. Aus diesem Teufelskreis gibt es kein Entkommen. Der leiseste Atmer vom Sitznachbarn sorgt in Wechselwirkung für den nächsten Kollaps, wenn der Lachanfall zum ersten Mal abflauen will. Es verursacht ein unbeschreibliches Wohlgefühl und einen tiefen Schmerz gleichermaßen. Generell fällt mir auf, dass mit zunehmendem Alter Lachanfälle immer weniger werden. Ähnlich ist es beim Sprinten. Irgendwann wird diese Disziplin im Alltag nicht mehr benötigt. Ich werbe hiermit also offiziell für Lachanfälle und Sprints und verbleibe in Vorfreude.

2. Die Mini-Änderung im Tonstudio
Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als nach der ewigen kreativen Schreibphase ins Tonstudio zu gehen, um ein Album aufzunehmen. Bei uns in der Band gibt es mehrere Messenger-Gruppen, in denen sich all die neu geschriebenen Lieder nach und nach in verschiedenen Kategorien ansammeln. Es wird zwischen Skizzen, Instrumentalliedern und fertigen Liedern mit Gesang unterschieden. Überdies gibt es noch eine „Baustellen-Gruppe“, in der noch zu bearbeitende Stellen erst fixiert und dann später in einem finalen Feinschliff angegangen werden. Es ploppen über Monate permanent Revisionen auf. Lieder werden verworfen und wieder hervorgeholt, bis dann mit den fertigen Songs ins Studio gefahren wird. Ich gehe immer wieder davon aus, dass es an den ausgewählten Liedern nichts mehr zu bearbeiten gibt, da in der Voproduktion jegliches Detail in tausenden Feedbackschleifen durchdacht wurde. Im Studio passieren zu meinem Erstaunen dann doch wieder etliche Mini-Änderungen, die auf einzelne Lieder extremen Einfluss haben und die Farbe eines Stücks komplett verändern können. Auf diese Studio-Magie freue ich mich jetzt schon.

3. Die zündende Idee
Generell spielt der Zufall in Bands und deren kreativen Prozessen eine überaus große Rolle. Es gibt kreative Krisen und logistische Engpässe, die als unüberwindbar erscheinen. Mich persönlich kann es in den Wahnsinn treiben, wenn gute Ideen für Songtexte, Musikvideos oder Promo-Nervkram einfach nicht kommen wollen. Dazu gibt es in der Band gelegentlich kaum überwindbare Herausforderungen bei der Organisation von Tour, Probe oder Studio. In der unmittelbaren Auseinandersetzung werden am Schreibtisch oder in der Messenger-Gruppe Lösungen häufig vergebens gesucht. Vielmehr ploppt die zündende Idee dann in den skurrilsten Situationen auf. In der Supermarktschlange, beim Staubsaugen oder während des Lachanfalls im brennenden Tourbus. Nicht selten schreibt sich bei mir die eine Strophe, für die ich bereits mehrere Abende versenkt habe, innerhalb von 20 Sekunden wie von Zauberhand. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl.

4. Die Schallplatte in den Händen
Nach den zufälligen, zündenden Ideen im Schreibprozess, den letzten Mini-Änderungen im Tonstudio und etlichen weiteren Unwägbarkeiten trudelt dann irgendwann die fertig gepresste LP beim Plattenlabel und der Band ein. Spätestens am Veröffentlichungstag posiert die Band stolz mit der Schallplatte in den Händen. Auf diesen Moment, so abgedroschen und heroisch er auch wirken mag, freue ich mich mit am meisten. Für mich geht es dabei weniger um den Tonträger selbst, sondern um die Tatsache, dass man sich in gewisser Hinsicht materiell auf diesem Planeten dokumentiert hat. Es ist eine Art vorzeitiger Beweis dafür, dass es mich mal gab. Und natürlich wird am Veröffentlichungstag auch kurzfristig mein Geltungsbedürfnis gestillt, welches wahrscheinlich bei vielen Bands Motor für Veröffentlichungen im Allgemeinen sein dürfte. So nachhaltig sich der Akt der LP-Veröffentlichung für mich ganz persönlich anfühlen mag, sei an dieser Stelle noch kurz angemerkt, dass Vinyl immer noch und meist ein größtenteils erdölbasierter Kunststoff und aus ökologischer Sicht kritisch zu hinterfragen ist.

5. Die Begegnung am Merchtisch
Wie alle wissen, sind Einnahmen durch Merchandise für fast alle Bands finanziell einer der wichtigsten Posten. Auch ökologisch gesehen beruhigt es wenigstens etwas, wenn die Vinyls tatsächlich auf dem Plattenteller drehen und die Shirts auf Oberkörpern wehen, anstatt im Proberaum zu verstauben. In unserer Welt ist es das Normalste der Welt, dass die Band nach dem Konzert selbst ihr Merchandise verkauft oder sich mindestens blicken lässt. Mir persönlich fällt der Gang zum Merchtisch schwer. Herausgeschossenes Adrenalin und ein Überschuss an Eindrücken sorgen bei mir für den Wunsch nach kurzzeitiger Ruhe und Abschottung. Nach anfänglicher Hormonregulation kann ich mich meistens doch noch überwinden. Am Merchtisch selbst warten nicht selten Menschen, die sehr freundliche Worte bereithalten. Da stehen die, die vor dem Konzert noch keinen Song kannten und alle Platten mitnehmen. Da stehen die, die bereits alle Platten haben und ihre enge Verbundenheit zu den Alben erklären. Manchmal gibt es auch besondere, fast übertrieben kitschige Momente, zum Beispiel wenn die Tante ihrem Neffen seine erste Schallplatte schenkt oder man jemandem ins Gesicht schaut, den man am Abend zuvor hunderte Kilometer entfernt gesehen hat.

6. Das unerwartet gut besuchte Konzert
Es gibt natürlich auch die Abende, an denen kaum ein Shirt verkauft wird. Meistens liegen dieser Tatsache schwache Zahlen im Vorverkauf zugrunde. Alle Bands versuchen über ihre Kanäle im Vorfeld vehement den Vorverkauf anzukurbeln. Die finale Durchführung des Abends hängt nicht selten an ebendiesem, da mit spontanen Konzertbesucher:innen und der Abendkasse in Anbetracht der steigenden Produktionskosten schlichtweg ein zu großes Risiko eingegangen werden müsste. Glücklicherweise haben wir regelmäßig mit Veranstalter:innen und Clubbesitzer:innen zu tun, die im Glauben an die Sache aber genau dieses Risiko mit uns gehen. Umso mehr freut es uns, wenn das Konzert trotz schwachen Vorverkaufs plötzlich doch richtig gut besucht ist. Im Endeffekt bleiben Konzertabende, auch wenn wir uns seit der Veröffentlichung unseres letzten Albums über eine gewisse Basis an Publikum sehr freuen, eine Art Wundertüte. Und besonders viel Spaß macht es, wenn die Wundertüte am Ende prall gefüllt ist und sich der Abend für Band und Veranstalter:innen lohnt.

7. Die Menschen rund um den Club
Insbesondere freue ich mich auf solche Treffen mit Clubbesitzer:innen und den Personen, die dort tätig sind. Für uns sind die kleinen Venues, in denen wir in DIY-Manier Konzerte spielen können, kleine Oasen. Vor allem abseits der Großstädte gibt es eben immer noch diese Personen, die Bands bedingungslos Bühne, Essen und Übernachtung bieten und generell die bunte Fahne der Kultur schwenken. Für mich gilt eigentlich immer: Je mehr Anti-Rechts-Aufkleber auf der Toilette, desto besser der Abend. An diesen Orten der kulturellen Vielfalt treffen wir unter anderem auf wirklich engagierte und überkompetente Ton- oder Lichttechniker:innen, die sich ihren Samstagabend für ein Konzert mit teils weniger als 100 Besucher:innen um die Ohren hauen. Häufig sind es auch Freund:innen von veranstaltenden Personen, die uns freundlicherweise in ihrer Wohnung übernachten lassen. Dieses Maß an Selbstlosigkeit finde ich bemerkenswert. Bei unserem letzten Konzert in Dresden wurde uns kurzerhand die komplette Wohnung überlassen und am darauffolgenden Morgen kam die herzensgute Person mit Frühstück und einem super eindrucksvollen Gespräch über den linken Widerstand in Dresden zurück. Ich freue mich jetzt schon auf all die Gespräche vor und nach dem Konzert mit alten Bekannten und neuen DIY-Galleonsfiguren.

8. Der sichere Ort für eigene Unsicherheiten
In einer Band zu spielen, ermöglicht mir, mich auszudrücken. Sowohl textlich als auch instrumental bietet die Band Raum für Zweifel und Fragilität. Anders als im Berufsleben muss Fragilität nicht verdeckt werden, sondern kann in der Band explizit aufgedeckt und thematisiert werden. Die Band stellt für uns alle den entscheidenden Kontrast zum sonstigen Alltag dar und hat für mich durch das Texten therapeutische Wirkung. Leistungsdruck und Terminstress wirken natürlich auch im Bandkontext, allerdings sind diese Aspekte anders konnotiert als im Berufsleben – sie sind in der Band selbstgemacht und sorgen dafür, dass man in dem Geflecht aus Authentizität und Kunst auch vorankommt.

9. Die Review-Phase
Kurz vor Veröffentlichung des neuen Albums erscheinen nach Bemusterung des Plattenlabels Reviews, Interviews und Podcasts in Print- und Onlinemedien. Natürlich freut es Bands, wenn die Reviews positiv und die Interviews wohlwollend ausfallen. Ich freue mich allerdings besonders, wenn die Reviews und Interviews eine gewisse Tiefe aufweisen und über alleinige Genrevergleiche hinausgehen – ganz egal, ob es meine eigene oder eine andere Band betrifft. Jede Bandempfehlung ist in einer Zeit, in der die Streamingzahlen eines Acts längst nicht mehr zwangsläufig mit dem qualitativen Wert dieser verbunden sind, von Bedeutung. Besonders im Punk-Rock-Bereich gibt es nach meinem Empfinden etliche gute Musikjournalist:innen, die hervorragend vorbereitet sind und Facetten einer Platte offenlegen, die einem selbst gar nicht so bewusst waren. Durch Albumbesprechungen werden neue Interpretationsspielräume freigelegt – das liebe ich in besonderem Maße. Unter anderem möchte ich hier ausdrücklich Krachfink erwähnen.

10. Die Freund:innenschaft unter Bands
Grundsätzlich erscheint es im Jahr 2026 und unter den gegebenen Bedingungen relativ unwahrscheinlich, in einer Punk-Band zu spielen. Umso wahrscheinlicher ist es jedoch auf Tour, Menschen im Gleichklang zu treffen. Auch wenn ich in letzter Zeit vereinzelt mangelnden Zusammenhalt und Ellenbogenmentalität unter Bands wahrnehme, überwiegen immer noch die positiven Kontakte, in denen man sich gegenseitig unterstützt und Rücksicht nimmt. Und das anfangs beschriebene Gefühl einer Klassenfahrt erhöht sich deutlich, wenn Konzerte mit bereits befreundeten Bands gespielt werden.

11. Die Generalprobe
Mit dem neuen Album eröffnen sich bei der Setlist für die Tour sofort neue Welten. Die um 10 bis 12 Lieder angereicherte Diskografie ermöglicht im Konzert einen neuen Dramaturgie-Verlauf, der für mich von hoher Relevanz ist. Natürlich liegt der Fokus auf dem neuen Album. Durch das Aussortieren älterer Songs werden allerdings auch die besten von diesen punktiert: „Nur noch Hits“ und die Neuen machen ohnehin am meisten Spaß, zu spielen. Spätestens bei der Generalprobe werden die neuen Lieder so richtig real – das ist ein schönes Gefühl. Sowieso gibt es bei der Generalprobe manchmal einen merkwürdigen Sweetspot, bei dem alle Bandmitglieder perfekt spielen und sich in der Mitte des Raumes eine neue Dimension aufmacht. Es fühlt sich dann so ein wenig wie der perfekte Lauf bei „Guitar Hero“ an, bei dem der gesamte Bildschirm leuchtet und man unter Punkteregen direkt in den Rockolymp aufgenommen wird.

12. Das gemeinsame Musikhören
Einer meiner absoluten Lieblingsorte im Leben einer Band ist paradoxerweise der Tourbus. Ich genieße das Privileg, nur sehr selten fahren zu müssen – mein Hirn entlüftet sich mit dem Blick in die Ferne oder durch hochfrequentiertes Zwinkern bei jedem Leitpfosten. Nach anfänglicher Stille verfalle ich unmittelbar in einen ungebremsten Laberflash, der nach spätestens 20 Minuten durch laute Musik unterbunden wird. Es laufen Lieblingssongs des Fahrers oder explizite Wünsche des Beifahrers. Anfragen aus Reihe zwei und drei werden meistens ignoriert. Es fällt allerdings auf, dass der Bandbus einer der letzten Orte ist, an denen gemeinsam Musik gehört und diskutiert wird. Beim gegenseitigen Überzeugen konzentriert man sich automatisch auf kleine Dinge im Rhythmus, der Tonabfolge oder den Texten. Ich halte das gemeinsame Gespräch und die anschließende Rezeption für angenehm. Sie steht diametral zum stumpfen, beiläufigen und meist gehaltlosen Playlist-Geballer.

Es ist mir klar geworden
... warum Bands sich in den brennenden Bus auf dem Weg in die Hölle setzen – warum sie Stockbetten, finanzielle Risiken, abgesagte Tourstopps und das Opfern jeder Minute des Privatlebens in Kauf nehmen: Es geht nur darum, mit Gleichgesinnten zusammenzukommen, wobei Authentizität immer noch die größte Rolle spielt. Die Musik bietet für das Zusammenkommen an Orten der Vielfalt den Rahmen und prägt diesen maßgeblich. Im gemeinsamen Resonieren innerhalb der Band und zwischen Band, Ort und Publikum entsteht die Möglichkeit, gemeinsam für eine Sache einzustehen– auch auf politischer Ebene und für Themen wie Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Kampf gegen Diskriminierung und weitere. Es geht auch um das kreative Ausleben an sich und das damit verbundene fertige Produkt und schlichtweg gute Songs, in die all die Arbeit fließt und die am Ende überdauern können. Ich freue mich jetzt schon, auf (fast) alles, was kommt.

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