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999

Death In Soho

Beim britischen Label Secret Records erschienen bereits zwei aktuellere und dementsprechend eher vernachlässigbare Live-Mitschnitte dieser „one of the longest-lived groups of the punk era“, deren Frühwerke wie die ersten beiden Alben aus dem Jahr 1978, das selbstbetitelte Debüt und der Nachfolger „Separates“, ebenso wie Album Nr. 3 „The Biggest Prize In Sport“ von 1980 innerhalb des britischen 77er-Punk-Kanons immer mit eigenwilligem Songwriting, Glamrock-Kante, New-Wave-Elementen und außerordentlichen Hitqualitäten punkten konnten. Erstaunlich okay und fast etwas unterbewertet ist auch noch „Concrete“ von 1981, bevor sich 999 zwei Jahre später mit „13th Floor Madness“ stilistisch komplett verhedderten. Während man auf dieses Album gut verzichten kann, wäre eine Neuauflage von „Concrete“ wirklich wünschenswert, denn der Rerelease von 2017 ist nur noch zu unverschämten Preisen zu haben. Danach gab es noch weitere Versuche, zu alter Stärke zurückzufinden, etwa 2007 mit „Death In Soho“, bei der die Herren auf dem Cover trotz Fotokopie-Look deutlich betagter aussehen und auch Frontmann Nick Cash nicht mehr so charakteristisch wie früher klingt. Ähnliches gilt für die Songs, bei denen zwar immer mal wieder der alte songwriterische Witz von 999 durchblitzt, die Band aber letztendlich wie viele andere Relikte der 77er-Punk-Ära klingt, durchaus in Würde gealtert, ohne aber wirklich innovative Impulse auszustrahlen – halt so ein bisschen lame im positiven Sinne. Die Neuauflage auf CD und LP ist identisch mit dem Original-Release, das mit 15 Songs bereits etwas überlang geraten war.

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