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AMPHIOR

Disappearing

Seitdem Mathias Hammerstrøm seine Kompositionen der Öffentlichkeit zugänglich macht, kann man einem Musiker dabei zuhören, wie er einen künstlerischen Wandel durchläuft und diesen Prozess wahrnehmbar werden lässt. Zunächst widmete sich AMPHIOR watteweichen Electronica-Tracks mit verfremdetem Gesang in rein digitaler Form. Später zog es den Dänen mehr und mehr ins Instrumentale und er ließ seine Musik spürbar auskühlen. Sein Debüt für das italienische Ambient-Label Glacial Movements vollzog eine zeitdehnende Vergletscherung. Das Album „Another Presence“ ist allein deshalb von einer anderen Präsenz, weil es sein erster physischer Release ist. Auf „Disappearing“ zeigt der Musiker wiederum eine ganz andere Seite und taucht Ambient in neoklassische Klangwelten. AMPHIOR kondensiert sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten, die ihn aktuell auszeichnen, in dem Lied „Bring to light“. Elektronische Texturen sind tonangebend und bieten den Klavierakkorden ein Fundament. Doch das Piano beginnt digital bearbeitet zu stottern. Erst durch diese Methode vervollkommnet sich die Melodie. Das Ineinander von synthetischen Sounds und organischen Klängen rückt die Stärken von anschmiegsamen Soundscapes ins Zentrum und betont im selben Moment die Bedeutsamkeit von markanten Songstrukturen.

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