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DYING WISH

Flesh Stays Together

Manchmal ist es gut, aus dem eigenen Korsett auszubrechen und vertraute Pfade hinter sich zu lassen. Genau das oder zumindest etwas Ähnliches haben sich wohl auch DYING WISH gedacht. Deuteten die Amerikanerinnen auf „Symptoms Of Survival“ bereits mehr Abwechslung an, heben sie sich nun mit „Nothing like you“, „Moments I regret“ und „Heaven departs“ endgültig aus der Masse der 2000er-Metalcore-Klone heraus. Besonders Emmas unpathetische Singstimme verleiht dem Material eine neue Qualität. Zudem verlassen sich DYING WISH nicht auf gängige Strukturen wie „laute Strophe, melodischer Refrain“. Stattdessen entwickeln sich die Stücke nachvollziehbar, immer mit einem klaren Höhepunkt vor Augen – kulminierend im abschließenden Titeltrack, der seine Core-Elemente erst im furiosen Finale entfaltet. Dem gegenüber stehen Songs wie „Surrender everything“ oder „Revenge in carnage“, die mit ihrer schieren Wucht über den Hörer hinwegfegen. Insgesamt beschreiten DYING WISH auf „Flesh Stays Together“ entschlossen eigene Wege. Diese führen Emma Boster und ihre Band weg von KILLSWITCH ENGAGE und Co. hin zu spannenderen, komplexeren Strukturen. Eine der interessantesten Weiterentwicklungen des Jahres!

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