
Eigentlich machen FLUEGGE alles richtig. Schneller Punkrock mit deutschen Texten und melancholischen Momenten. Songs über Befindlichkeiten, die Lasten des Alltags und ein Hauch von Gesellschaftskritik. Auf den Punkt gespielt. Schöne Melodien, schönes Artwork, veröffentlicht in Eigenregie. Release-Party im Autonomen Zentrum Aachen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das alles schon mal irgendwo gehört habe. Bei Bands wie MARATHONMANN, LYGO oder früher TAGTRAUM. Diese Zukunftsangst, die Selbstzweifel und das Hadern mit den Mitmenschen. Die schnellen Gitarren, das Herz auf der Zunge und die schnellen Beats. Angefangen haben Tobias Peters und Sven Käsgen (beide gt, voc) als Akustikpunk-Duo, das wahrscheinlich in den Fußgängerzonen der Republik zu Hause war. Irgendwann ist Sven Käsgen aus- und Adolfo Alvarez Blanco eingestiegen. Inzwischen ist die Band aus Aachen zum Quartett angewachsen. Jan-Felix Klein (bs) und David Mareck (dr) komplettieren die Besetzung und machen sie laut und dynamisch. Leider fügen FLUEGGE dem ohnehin schon riesigen Kanon an deutschsprachigen Emo-Punk-Bands keine neue, eigene Note hinzu. Aber natürlich muss nicht jeder das Rad neu erfinden. Es gibt unzählige Bands, die bekannte Ideen oder Konzepte recyclen. Die sind nur einfach nicht so spannend.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Wolfram Hanke