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DEADGUY

Near Death Travel Services

Wenn diese Songs zu kurz wirken für alles, was in ihnen passiert, wird das an Dave Rosenbergs Faible für MASTODON liegen. Rosenberg ist Drummer der nach 30 Jahren neu formierten DEADGUY und für einen großen Teil des Songwritings verantwortlich. Inzwischen hat er nämlich Gitarrespielen gelernt, Zeit genug war ja. Von vorne: DEADGUY hatten kein gutes Jahr, als sie „Fixation On A Coworker“ aufnahmen und bei Victory Records veröffentlichten. Das war 1995, die Band fiel auseinander, aber „Fixation On A Coworker“ wurde zur Wegmarke zwischen Math- und Metalcore. Mit Steve Evetts, dem Produzenten des Referenzwerks, rufen DEADGUY easy den alten Sound ab, gestalten ihn tiefer und breiter. Wo Rosenberg und die Gitarristen Keith Huckins und Chris Corvino damals im Proberaum mit Jazz-Mustern spielte, passiert das heute online. „Near Death Travel Services“ nimmt die Stärke auf, schräg und vertrackt zu klingen, ohne dass es berechnend wirkt. Es ist wie mit Tim Singers Texten: Selbst wenn nicht immer klar ist warum, steht jedes seiner Worte da, wo es sein muss. Er arbeitet sich heute nur noch bissiger an der modernen Gesellschaft ab, es gibt ja Anlass genug. „Near Death Travel Services“ soll nicht zuletzt als Grund dienen, die Welt betouren zu können. Dafür bringen DEADGUY noch mal klassischen und progressiven Metal mit modernen Jazz-Strukturen (siehe Eric Dolphy, John Scofield) und dem AmRep-Katalog zusammen, wie in der Tat niemand sonst.

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