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NORDEND

Propaganda

Hier geht es nicht um Ironie, Retro-Nostalgie oder „unpolitischen Punk“. Hier geht es um Haltung. Klare Haltung. Mit „Propaganda“ knüpfen NORDEND an klassischen deutschsprachigen Punk und Hardcore an: treibende Drums, kantige Gitarren, wenig Schnickschnack und Texte, die eher Parolen als poetische Metaphern sein wollen. Das erinnert stellenweise an SLIME, WIZO, RISE AGAINST und KOSLOWSKI, ohne dabei wie eine bloße Kopie zu wirken. Punk als Werkzeug, nicht als Stilübung. Inhaltlich lässt die Band wenig Interpretationsspielraum. Es geht um Antifaschismus, soziale Ungerechtigkeit, staatliche Repression und rechte Gewalt. Alles Themen, die zwar seit Jahrzehnten vor allem im Punk präsent sind, aber leider immer noch erschreckend aktuell erscheinen. Dabei formulieren NORDEND nicht verklausuliert, sondern schreien dir direkt ins Gesicht: Hier geht es gegen Nazis, gegen autoritäre Politik und gegen das bequeme Wegsehen. „Propaganda“ lebt von Energie, Tempo und einer leicht chaotischen Dringlichkeit. Drei Akkorde, eine Botschaft. Mehr braucht es manchmal einfach nicht.

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