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RITUAL

Songs For The Haunted

Fast 15 Jahre gab es keine neue Musik von RITUAL. Mit „Songs For The Haunted“ kehrt die Band jetzt zurück und klingt dabei, als hätte sie nie aufgehört, gleichzeitig aber auch gereift und weitergedacht. Da sind die schweren, groovenden Hardcore-Nummern, die sofort Bilder von STRAIN oder SNAPCASE wachrufen. „Head to your fist“ etwa ist ein Stück, das kompromisslos nach vorne geht, hart und direkt, aber trotzdem über einen Groove verfügt, der hängenbleibt. Und dann wiederum gibt es Stücke wie „Silver lining“, die mit einer deutlich melodischeren Kante daherkommen und in Richtung POLAR BEAR CLUB schielen, ohne wie bloße Kopien zu wirken. Gerade diese Wechsel machen „Songs For The Haunted“ spannend – hart, wo es hart sein muss, eingängig, wenn es passt, und dazwischen immer wieder kleine Details, die überraschen. Gleichzeitig finden sich in den neuen Songs vermehrt Melodien, Lichtblicke, sogar so etwas wie Hoffnung. Das macht die Platte zugänglicher, aber nicht weichgespült. Vielmehr wirkt es, als hätten RITUAL einen Weg gefunden, ihre Intensität um eine zusätzliche Facette zu erweitern. Das Album ist kein Nostalgietrip und auch keine komplette Neuerfindung. Es ist eine Platte, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet, die zeigt, wie Hardcore klingen kann, wenn man ihn ernst meint: mit Herz, mit Energie, mit Substanz.

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