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SODOM

The Arsonist

43 Jahre, nachdem in ihrem Proberaum im Essener Stadtteil Altenessen die Songs des ersten Demos „Witching Metal“ entstanden, ist für eine der dienstältesten und erfolgreichsten deutschen Metalbands Schluss. Zumindest vorerst, denn nach der Veröffentlichung des neuen Albums „The Arsonist“ hat Thomas Such aka Tom Angelripper sich und seinen Mitstreitern eine Pause verordnet, was also jederzeit eine Reaktivierung ohne unangenehme Erklärungsnot möglich macht. Diese Auszeit wird Angelripper wohl nutzen, um seine Autobiografie zu vollenden (der alte Weggefährte Mille von KREATOR hat es gerade vorgemacht) und nach dem 1992er- Album „Tapping The Vein“ an weiteren SODOM-Rereleases zu arbeiten, denn bei frühen Thrash-Klassikern der Band wie „Persecution Mania“ (1987) oder „Agent Orange“ (1992) wäre ein zeitgemäßes Update dringend nötig. Dafür verliert die Metal-Szene für den Moment eine exzellente und in den letzten Jahren dauerpräsente Live-Band, die seit 2018 mit der Kraft der zwei Gitarren – Rückkehrer Frank „Blackfire“ Gosdzik und Neuzugang Yorck Segatz – viele andere Kollegen brutal an die Wand spielte, wodurch auch ihr letztes Album „Genesis XIX“ von 2020 mehr als nur ein ordentliches Spätwerk war. „The Arsonist“ kann da locker mithalten, das traditionsmäßig mit dystopischem Vernichtungskrieg-Artwork versehen ist – Kriegsverherrlicher waren SODOM allerdings nie, eher das genaue Gegenteil, wenn man sich ihre Texte genauer ansieht – und mit dem sie musikalisch auch häufiger auf ihre noch im Black Metal angesiedelten Frühwerke verweisen.

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