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SUPERSUCKERS

The Sacrilicious Sounds Of ...

Ach come on, das kann doch unmöglich 30 Jahre her sein, dass dieses Album erschienen ist ... Ja, leider doch. 1992 hatten Eddie Spaghetti und seine Band aus Tucson, Arizona ihr Debütalbum „The Smoke Of Hell“ veröffentlicht, 1994 folgte „La Mano Cornuda“, 1995 „The Sacrilicious Sounds Of The Supersuckers“ —die hatten einen guten Lauf damals, als es gerade so losging mit diesem garagigen Rock-Ding Mitte der 1990er: NEW BOMB TURKS, OBLIVIANS, LAZY COWGIRLS, SUPERSUCKERS, bald dann auch GLUECIFER und HELLACOPTERS. Alle im Detail anders unterwegs, aber in der Summe gemeinsam wahrgenommen: spaßorientierter, punkbasierter, recht breitbeiniger Rock. Alle Bands (bis auf die Skandinavier) vorher schon aktiv, aber hier kulminierte etwas. Rick Sims (DIDJITS) war zu der Zeit Teil der SUPERSUCKERS, die wirkten wie auf Speed, waren so bissig wie vorher nicht und hinterher eigentlich auch nicht mehr, ganz zu schweigen von heute, 2025, wo sie das letzte Mal, als ich sie als Opener der HELLACOPTERS sah, nur noch wie ein Schatten ihrer selbst wirkten. Ein guter Grund, ihr Meisterwerk in teuflisch rotem Vinyl in der Neuauflage zu feiern. 14 Songs hatten sie damals abgeliefert, Klischees strapaziert mit „Bad bad bad“, „Born with a tail“, „Bad dog“, „Run like a motherfucker“, „Hittin’ the gravel“ oder „Stoned if you want it“ und damit bestens unterhalten. Inhaltlich ist das vielleicht nicht in jedem Detail gut gealtert, musikalisch hingegen schon – für mich ist dieser Sound zeitlos.

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