RUHRPOTT RODEO

Foto© by Joachim Hiller

Ein 18 Jahre altes Baby, das nie erwachsen wird

Jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende wird an den Niederrhein gepilgert. Nein, nicht nach Kevelaer, sondern nach Hünxe. Da findet seit fast zwei Jahrzehnten das Ruhrpott Rodeo-Festival statt, das – Gründer Alex Schwers würde das so selbst nie sagen, aber es ist so – größte Punkrock-Festival hierzulande. Wir baten Alex, der parallel zu seiner Tätigkeit als Veranstalter (etwa auch „Punk im Pott“) auch Schlagzeuger von u.a. SLIME und VERSTÖRTE BECKER ist, uns seine Erinnerungen Anekdoten rund um das „Rodeo“ aufzuschreiben.

Wie alles angefangen hat

Alles begann mit dem Namen: Ruhrpott Rodeo. Den fand ich cool und wollte unbedingt irgendwas daraus machen. Als Bandname war’s nicht so geeignet, aber weil ich damals – das ist jetzt rund 20 Jahre her – total auf Stockcar-Rennen stand (diese Autorennen, bei denen alte Blechkarren im Kreis fahren, sich gegenseitig rammen und am Ende der gewinnt, der am längsten durchhält), wollte ich auch so ein Rennen veranstalten. Und natürlich sollte es Ruhrpott Rodeo heißen. Der Plan scheiterte allerdings ziemlich schnell an den Genehmigungen. Solche Rennen waren damals zwar in Holland erlaubt, aber in Deutschland war das nicht drin. Also: Idee gestorben – erst mal. Kurz darauf kam die Idee, ein Punkrock-Open-Air auf die Beine zu stellen. Und plötzlich war der Name wieder da: Ruhrpott Rodeo. Diesmal passte er perfekt – und das Festival war geboren. Der erste Austragungsort war das Amphitheater in Gelsenkirchen. Eine Top-Location für den Start: Die Bühne stand, das Gelände war eingezäunt, Backstage-Räume vorhanden – alles relativ einfach und bezahlbar. Hätten wir das erste Rodeo damals schon in Hünxe gemacht, mit der aufwändigeren Infrastruktur und den deutlich höheren Kosten, hätte es vielleicht gar kein zweites mehr gegeben.

Auf und ab – Jahr für Jahr
Das Rodeo hatte nie eine lineare Erfolgsgeschichte. Die Besucherzahlen sind nicht einfach Jahr für Jahr gestiegen – ganz im Gegenteil. Wir denken jedes Jahr aufs Neue darüber nach, wo wir mit dem Festival hinwollen. Ein riesiger Faktor dabei: Die Verfügbarkeit von Headliner-Bands. Manchmal ist es unglaublich schwer, die obere Reihe auf dem Flyer zu füllen, weil wir im Gebietsschutz mehrerer großer Festivals stehen. Heißt: Wenn eine Band bei einem dieser Festivals spielt, kann sie nicht bei uns auftreten. Das ist manchmal hart, aber sinnvoll – sonst würden überall die gleichen Bands spielen, und das wäre für niemanden gut. Deshalb sind die Bands, mit denen das Rodeo über Jahre gewachsen ist, so unglaublich wichtig. WIZO, DRITTE WAHL, SLIME, SONDASCHULE, JAYA THE CAT, KNOCHENFABRIK, BETONTOD, ZSK und viele andere – mit jeder dieser Bands verbindet uns eine ganz persönliche Geschichte. WIZO zum Beispiel spielten ihr erstes Reunion-Konzert 2010 beim Rodeo. Seitdem kamen sie immer wieder. Keine Diskussion, einfach logisch. JAYA THE CAT habe ich 2009 sturzbesoffen auf einer Party in Holland entdeckt – und ihnen direkt im Suff versprochen, sie fünf Jahre lang auf alle meine Festivals zu buchen. Gesagt, getan. Heute sind sie eine angesagte Band und spielen immer noch regelmäßig bei uns. Fisch von LOKALMATADORE und Claus von KNOCHENFABRIK? Seit dem allerersten Rodeo jedes Jahr in irgendeiner Formation auf der Bühne. Einfach, weil sie mega sind – und gute Freunde. Auch THE BABOON SHOW und TALCO haben ihre Karrieren quasi bei uns begonnen und sind seitdem regelmäßig da. Die internationalen Headliner sind trotzdem wichtig – sie bringen neue Leute aufs Festival. Ich wollte nie ein geschlossenes Biotop, wo sich jedes Jahr nur dieselben Leute treffen. Die Mischung macht’s – das ist, was ich spannend finde.

Der Standort und seine Tücken
Wir haben immer wieder versucht, einen neuen Standort zu finden, der weniger Aufbaukosten mit sich bringt. Ein stillgelegter Flugplatz, ein eingezäuntes Industriegelände mit Starkstrom und Abwasseranschluss – irgendwas in der Art. Aber Hünxe hat sich über die Jahre bewährt. Klar, das ist logistisch eine Katastrophe: Wir müssen sämtliches Dusch- und Toilettenwasser per Tankwagen kilometerweit transportieren und entsorgen – unfassbar teuer. Aber dafür kennen wir hier alle: das Ordnungsamt, die Polizei, die Feuerwehr, die Anwohner. Die Leute vom Amt kaufen sich am ersten Festivaltag Rodeo-Shirts und laufen drei Tage damit rum. Das ist Gold wert. Wir haben wirklich das Gefühl, dass wir hier willkommen sind. Wie viele schlaflose Nächte wir wegen des Rodeos schon hatten, lässt sich wahrscheinlich nicht mal an 100 Händen abzählen. Jedes Jahr passiert irgendwas Unerwartetes. Die größte Sorge ist übrigens nicht, dass es regnet – sondern Sturm. Regen nervt, aber ein Sturm kann alles beenden. Ab einer bestimmten Windstärke muss ein Festival einfach abgesagt werden. Es kann übrigens auch passieren, dass am Tag nach einem Attentat auf ein Staatsoberhaupt alle Großveranstaltungen abgesagt werden. Zugegebenermaßen war das nie unsere Hauptsorge, aber das zeigt ganz gut, wie kompliziert es werden kann ...

Das Team
Von Anfang an habe ich das Festival zusammen mit meinem alten Kumpel Werner gemacht. Werner hatte mit Punkrock nie viel am Hut, ist aber Experte für Großveranstaltungen. Er kennt sich aus mit Fluchtwegen, Besucherströmen, Technik – alles, was zählt. Und weil er früher mal Steiger auf der Zeche war, kann er einen Aufbau mit zig Helfern leiten wie kein Zweiter. Das könnte ich im Leben nicht ... Wir vertrauen uns blind: Ich kümmere mich um Booking und Werbung, er um Aufbau und Sicherheit. Seit einiger Zeit ist Arne im Team – quasi Werners verlängerter Arm. Und dann ist da noch Mirja, die den ganzen Kassenbereich und die Personalanmeldungen etc. schmeißt. Der harte Kern hinterm Rodeo sind quasi vier Leute. Drumherum sind Dutzende weitere wichtige und unentbehrliche tolle Menschen.

Gemeckert wird immer
Natürlich kann man es nie allen recht machen – das wollten wir auch nie. Über die Jahre wurde so ziemlich alles mal kritisiert: „alles Kommerzscheiße“, „zu teuer“, „zu wenig Crust-Punk“, „zu wenig Pop-Punk“, „der Rasen ist zu lang“, „das Bier ist scheiße“, „zu wenige Frauen auf der Bühne“, „warum geht das bei der Anreise nicht schneller“, „das Riesenrad ist Kommerz“, „Einwegbecher sind scheiße“, „immer die gleichen Bands“, „Aktkalender geht gar nicht“ ... alles schon gehört. Vieles war Quatsch, manches haben wir aber ernst genommen und uns auch verändert, wenn wir die Kritik nachvollziehen konnten. Ironischerweise waren gerade in den Jahren, in denen am lautesten „Kommerz!“ geschrien wurde, die Verluste am höchsten. Und dass unsere Einwegbecher biologisch abbaubar und am Ende umweltfreundlicher sind als Mehrwegbecher, das haben wir so oft erklärt. Aber es kommt eben nicht immer bei allen an. Klar, es gab auch mal Diskussionen über Bands. Beispiel: COBRA, eine japanische Oi!-Punk-Band, die 2010 bei uns gespielt hat. Kurz vor dem Rodeo traten sie in einer japanischen Fernsehshow auf und am Ende machte der Sänger einen Hitlergruß in die Kamera. Total daneben – aus unserer Sicht. Für die Japaner war das wohl irgendwie eine „Show-Einlage“. Nazis sind die definitiv nicht. Ich habe die Band nicht ausgeladen, sondern ihnen erklärt, was diese Geste für uns bedeutet. Sie haben sich beim Rodeo dann klar davon distanziert. Solche Entscheidungen sorgen manchmal für Diskussionen. Aber das ist auch okay. Ich sehe das Ruhrpott Rodeo als großes Punkrock-Happening – ein Ort, wo man sich reiben darf, sich austauscht, diskutiert. Wenn jedes Jahr nur die 50 Konsensbands spielen würden – dann hätte das Ganze nie irgendeine Bedeutung bekommen. Wir sind eines der letzten Festivals dieser Größenordnung in Deutschland, das komplett familienbetrieben läuft. Keine große Konzertagentur. Kein Global Player. Einfach ein kleines 50-Quadratmeter-Büro im Haus, ohne Festangestellte, mit einem Papierschild an der Türklingel, das mal wieder angeklebt werden müsste. Manchmal ist tagelang niemand da, manchmal schlafen wir quasi im Büro. Es fühlt sich irgendwie DIY an – aber klar am Ende ist das ein Unternehmen. Ein nicht mehr ganz kleines.

Ein Leben mit und nach dem Rodeo
Ein Leben ohne das Rodeo? Schwer vorstellbar. Es ist wie ein Baby, das jetzt fast 20 Jahre alt ist – aber einfach nie erwachsen wird. Trotzdem habe ich mich immer eher als Musiker gesehen denn als Veranstalter. Meine Idealvorstellung? Dass das Rodeo irgendwann von Jüngeren weitergeführt wird. Und ich komme einfach als Ehrengast im Backstage vorbei, trinke ein paar Bier mit JAYA THE CAT, DRITTE WAHL, KNOCHENFABRIK, COCK SPARRER und all den anderen. Falls die dann noch existieren. Ansonsten auch gerne mit der nächsten Generation Punks! Also, Kids: Meldet euch.

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22./23. Juni 2007: Das erste Mal
MAD SIN, DISCHARGE, THE METEORS, SPERMBIRDS ...
Das erste Rodeo fand im Amphitheater Gelsenkirchen statt. Bei zwei Tagen fast ununterbrochenen Regens verirrten sich knapp 1.200 Menschen nach Gelsenkirchen. THE FUZZTONES haben kurzfristig abgesagt, weil ihnen der Rest des Line-ups zu punkig war. Die STRASSENJUNGS haben sich extra für diesen Auftritt reuniert und lieferten einen katastrophalen Auftritt ab. Höhepunkte waren die Römer-Show von CASANOVAS SCHWULE SEITE und CHEFDENKER sowie der fulminante Auftritt der SPERMBIRDS. Alle Musiker und Crewmitglieder konnten sich nach Belieben so viele Getränke aus dem Backstage holen, wie sie wollten – was zur Folge hatte, dass fast das komplette Publikum mit kostenlosem Bier versorgt wurde. Ein Planungsfehler, den wir natürlich im darauffolgenden Jahr mit Getränkemarken korrigiert haben. Am Ende des Festivals klaffte ein großes finanzielles Loch und der Sommerurlaub musste abgesagt werden.

27./28. Juni 2008: Das erste Mal Hünxe
BUZZCOCKS, DIE KASSIERER, LOKALMATADORE, KNOCHENFABRIK, SONDASCHULE ...
Wir hatten bereits einige Bands für das zweite Rodeo gebucht, als uns überraschenderweise mitgeteilt wurde, dass es eine Doppelbelegung im Amphitheater gibt und wir den Termin wechseln müssen. Eine zeitliche Verlegung war wegen der bestätigten Bands schwierig, so dass wir uns zu einem Umzug entschlossen. Nach mehreren Besichtigungen gefiel uns das Gelände am Flugplatz Schwarze Heide in Hünxe am besten. Da zu dem Zeitpunkt dort auch noch regelmäßig das Death Feast Open Air stattfand, war es auch festivalerprobt. Highlights waren der erste Gig von KNOCHENFABRIK nach langjähriger Bandpause und der geniale Auftritt der ADOLESCENTS. Absoluter Tiefpunkt war das Gebaren von BUZZCOCKS, die nicht auf die Bühne wollten, weil wir aus Versehen den falschen Champagner gekauft hatten. Klingt nach Klischee – war es auch! Selbst als wir ihnen versicherten, dass es um 23 Uhr in Hünxe am Arsch der Welt keine Möglichkeit gibt, noch den richtigen Champagner aufzutreiben, ließen sie nicht locker. Erst als wir ihnen schließlich anboten, sich zu verpissen und die Anzahlung der Gage gern mitzunehmen, gingen sie auf die Bühne. Schade eigentlich, KNOCHENFABRIK hätten ansonsten ein zweites Mal gespielt. Immerhin kamen mit 2.500 Besuchern schon mehr als doppelt so viele Leute wie beim ersten Rodeo. Wegen der überraschend hohen Kosten aufgrund des Umzugs auf den Acker klaffte trotzdem ein großes Minus im Budget und wir waren kurz davor, die Flinte ins Korn zu werfen.

29./30. Mai 2009: Yeah, wir haben COCK SPARRER
COCK SPARRER, THE TOY DOLLS, ME FIRST AND THE GIMME GIMMES ...
COCK SPARRER waren damals die Band der Stunde. Sie haben nur sehr selten gespielt, und gefühlt jeder wartete auf das nächste Konzert der Band. Umso glücklicher waren wir, als sie ihren Auftritt beim Rodeo bestätigten. Das ganze Line-up fühlte sich an wie der große Wurf, alles wirkte rund. Die am Ende 4.000 Besucher haben das bestätigt. Zum ersten Mal hat sich das Festival finanziell getragen, und alle waren glücklich bis euphorisch. Die Auftritte von COCK SPARRER und den TOY DOLLS sind unvergessen.

22./23. Mai 2010: SLIME & WIZO ... What?!
WIZO, SLIME, SONDASCHULE, SNUFF, HAMMERHEAD, ANGRY SAMOANS ...
Mit dem ersten Auftritt von WIZO nach fünf Jahren und dem ersten SLIME-Konzert nach 15 Jahren war es das ultimative Line-up zu der Zeit. Die Stimmung vor beiden Auftritten war so dermaßen spannungsgeladen, dass man die Luft mit ’nem Käsehobel schneiden konnte. Überhaupt war das ganze Festival sehr spannungsgeladen. Auf dem Campingplatz wurde unser kompletter Biergarten abgefackelt und wir brauchten ein Spezialteam, das die ganze Zeit die Löcher im Zaun wieder schließt ... Aber es war toll und unvergesslich. Am Ende kamen 7.000 Besucher, wir konnten es kaum fassen.

11./12. Juni 2011: Alles läuft so rund ...
MISFITS, JELLO BIAFRA AND THE GUANTANAMO SCHOOL OF MEDICINE, THE DAMNED, DWARVES, LEATHERFACE ...
Das war durch und durch ein schönes Festival. Wir waren damals am Ende überrascht, wie unstressig es auch gehen kann. Die MISFITS mit Jerry Only am Mikro haben den Platz halb leer gespielt, waren aber sehr sympathische Leute, mit denen wir viel Spaß hatten. Höhepunkte waren definitiv auch der Auftritt von JELLO BIAFRA AND THE GUANTANAMO SCHOOL OF MEDICINE und das erste Konzert von RAZZIA nach 16 Jahren. Es kamen genauso viele Leute wie im Vorjahr und alles lief super ... fast schon zu gut.

26./27. Mai 2012: Zwei Tage Sonnenschein
THE TOY DOLLS, SLIME, THE REZILLOS, COCKNEY REJECTS, THE LOCOS ...
Rundum ein gelungenes Festival! THE REZILLOS haben uns gefragt, ob wir ihnen Verstärker ins Hotel bringen können, weil sie noch vor dem Gig proben wollten. Die Hotelbetreiber fanden’s nicht so witzig, wir schon. Der Auftritt von REZILLOS war dann irgendwie seltsam, aber auch genial. Bei SONDASCHULE und BETONTOD war schon deutlich zu sehen, wie sie sich von Jahr zu Jahr höher ins Line-up gespielt haben. Es gab einen Schockmoment: Als ich mit SLIME auf der Bühne war, sah ich, wie irgendein Idiot einen brennenden Bengalo ins Publikum warf. Für einen Moment stand ich vor der Entscheidung, den Auftritt abzubrechen oder weiterzuspielen. Doch dann konnte ich sehen, dass sofort Security und Sanitäter vor Ort waren. Am Ende wurde zum Glück niemand verletzt! Es war das Jahr zwei nach der Loveparade-Katastrophe und die Sicherheitsauflagen für Großveranstaltungen wurden nach und nach erhöht. Der Vorfall hatte zur Folge, dass in Zukunft genauere Taschenkontrollen am Einlass durchgeführt wurden.

18./19. Mai 2013: BLACK FLAG ... wtf!
BLACK FLAG, SKA-P, THE ADICTS, MAD CADDIES, DRITTE WAHL ...
Das war eine kleine Sensation, als wir verkünden konnten, dass BLACK FLAG das einzige Deutschland-Konzert auf ihrer Reuniontour beim Ruhrpott Rodeo spielen. Ich weiß noch, wie damals die Drähte heiß liefen. Der Auftritt selbst war dann allerdings durchwachsen. Greg Ginn tauchte mit Ron Reyes – der auch schon vor Henry Rollins bei BLACK FLAG gesungen hatte – sowie einem neuen Drummer und Bassisten auf und spielte die meiste Zeit an seinem Theremin herum – ein sehr avantgardistischer Gitarreneffekt, den man nicht unbedingt bei BLACK FLAG vermuten würde. Das Ganze wirkte auf viele eher unausgegoren. Es war aber irgendwie doch toll, dass sie gespielt haben. Die BAD BRAINS mussten kurzfristig absagen, weil Sänger HR irgendwie komplett auf ’nem Trip hängen geblieben war. SKA-P waren unglaublich gut – die komplette Crew stand mit offenem Mund am Bühnenrand. Es war durch und durch ein gelungenes Festival und irgendwie auch ein Wendepunkt fürs Rodeo, dazu im nächsten Abschnitt mehr.

29.-31. Mai 2014: Zum ersten Mal dreitägig
BAD RELIGION, PENNYWISE, TURBONEGRO, AGAINST ME!, TRAGEDY ...
Die Rufe nach einem weiteren Festivaltag wurden immer lauter, und 2014 haben wir das zum ersten Mal umgesetzt. Dadurch standen auf einen Schlag natürlich deutlich mehr Bands auf dem Flyer. 2014 war ein großer Sprung fürs Rodeo. Die Ansprüche waren von allen Seiten gestiegen. Die Sicherheitsauflagen hatten deutlich zugenommen, es gab zum ersten Mal eine zweite große Campingwiese, und wir haben zum ersten Mal den Schritt weg von Dixie-Klos zu mehr Spültoiletten gemacht. Die kleine Stage, die vorher noch ein schlichter kleiner Heuanhänger war, wurde zu einer richtigen Bühne. Sprich: Aus der kleinen Wald-und-Wiesen-Veranstaltung ist ein stattliches, großes Festival geworden. Musikalische Highlights waren BAD RELIGION, TERRORGRUPPE mit einem ihrer ersten Auftritte seit Jahren und TURBONEGRO. Der damals noch völlig unbekannte Christian Steiffen kam aufs Gelände und hat sich direkt Sorgen gemacht, vom Publikum verprügelt zu werden. Er wurde schließlich total abgefeiert und ist seitdem alle paar Jahre dabei. Das Festival selbst war absolut genial – als es vorbei war, habe ich vor Freude geweint. Die 9.000 Besucher sahen das ähnlich.

22.-24. Mai 2015: Kampf der Giganten
REFUSED, NEW MODEL ARMY, DANKO JONES, STIFF LITTLE FINGERS, FEINE SAHNE FISCHFILET ...
2014 war das Jahr, als Rock am Ring vom Nürburgring auf eine Wiese bei Menden gezogen ist. Gleichzeitig war für den Nürburgring das neue Festival Grüne Hölle geplant. Dieser „Krieg der Giganten“ hatte zur Folge, dass doppelt so viele Bands wie üblich für die riesigen Festivals gebucht wurden. Das Line-up von Grüne Hölle war teilweise sehr punkrocklastig, die Preise für internationale Bands wurden so krass in die Höhe getrieben, dass wir einfach nicht mitziehen konnten. Bands, die bei den beiden Festivals um vier Uhr nachmittags auf der Bühne stehen, wären bei uns Headliner gewesen, aber es gingen alle wegen der hohen Gagen, die geboten wurden, zu den anderen. Für uns blieb ein schönes, exklusives Line-up, das aber bei weitem nicht die Besucherzahlen des Vorjahres ziehen konnte. Da wir die Bauanträge für das Festival wie üblich sechs Monate vorher abgegeben hatten, konnten wir auch nicht kurzfristig auf ein kleineres Gelände umziehen. So standen schließlich 4.500 Leute auf einem Gelände für 9.000. Ein teurer Spaß für uns, von dem wir uns jahrelang erholen mussten. Es bleiben trotzdem positive Erinnerungen – zum Beispiel an ein tolles Gespräch mit Justin Sullivan von NEW MODEL ARMY in seinem Backstage-Container, bei dem er mir von sich aus anbot, auf einen Teil seiner Gage zu verzichten. Das passiert nicht oft und hätte auch niemand erwartet! Fun Fact: Der Vorverkauf des Grüne Hölle-Festivals lief schließlich so schlecht, dass es in die Schalke-Arena verlegt wurde. Am Ende gab es bei diesem „Schwanzvergleich“ nur Verlierer.

5.-7. August 2016: Verlegung in den August
NOFX, WIZO, DESCENDENTS, SUICIDAL TENDENCIES, Henry Rollins, FLAG ...
Aufgrund der Schwierigkeiten, im Mai internationale Bands zu buchen, und wegen der schlechten Erfahrungen im Vorjahr hatten wir uns entschlossen, das Festival in den Spätsommer zu verlegen. Das Line-up war dann ein totaler Glücksgriff und es wurde das bis dahin bestbesuchte Rodeo. Mit Michael Monroe, dem ehemaligen Sänger von HANOI ROCKS, habe ich mir als Ultrafan einen großen Traum erfüllt und ihn inklusive Band einfliegen lassen. Interessiert hat sich dafür außer mir, Fisch, Zepp Oberpichler, Fratz und zwei, drei anderen keiner ... aber das war es trotzdem wert. Kurz bevor Henry Rollins mit seinem Spoken-Word-Auftritt als letzter Act auf die kleine Bühne gehen sollte, machte Fat Mike eine Ansage nach dem Motto: „Genießt unsere letzten beiden Songs und lasst noch mal alles raus, danach gibt’s nur noch 50 Minuten langweiliges Gelaber und Lügengeschichten vom Henry.“ Henry Rollins, der gerade direkt neben mir stand, brachte das sichtbar aus der Fassung, und für einen Moment dachte ich, er lässt seinen Auftritt sausen. Hat er dann aber nicht – und es war super! Am Duisburger Bahnhof wurden ein paar Kids angehalten, die einen mit Silvesterknallern gefüllten Fahrradlenker dabei hatten und offensichtlich zum Ruhrpott Rodeo wollten. Die Polizei wertete das als vereitelten Terroranschlag und es hatte zur Folge, dass kurzfristig die Sicherheitsmaßnahmen rund ums Festival erhöht wurden. Am Ende hat sich einer der Einsatzleiter bei mir entschuldigt und eingesehen, dass da etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Das 10-jährige Jubiläum war ein voller Erfolg!

21.-23. Juli 2017: Kann mich fast nicht erinnern
IRIE RÉVOLTÉS, BAD RELIGION, BOUNCING SOULS, FEHLFARBEN, SAMIAM, SLIME ...
An das Rodeo 2017 habe ich nicht mehr sehr viele Erinnerungen. Alles war aus meiner Sicht relativ unspektakulär. Da ich in den Monaten vorher mit einer beschissenen Krankheit zu kämpfen hatte, konnte ich mich nicht so mit dem Booking ins Zeug legen. Infolgedessen spielten überwiegend Bands, die in den Vorjahren schon mal da waren, und wir wussten schon, was uns erwartet. Ich war in dem Jahr kopfmäßig einfach woanders. Ich glaube, es war trotzdem ein schönes Festival. Einen Zwischenfall gab es dann auch: Plötzlich war der Wasserdruck auf dem gesamten Festival weg. Da ohne Wasser die Toiletten und die Gastronomie nicht mehr funktionieren, ist ein Festivalabbruch nach maximal ein bis zwei Stunden nicht mehr abzuwenden. Da es extrem heiß war, dachten wir, es liegt daran, dass die Bauern in der Nachbarschaft ihre Wiesen sprengen und uns dadurch den Druck „klauen“. Ich bin dann rumgefahren, von Bauer zu Bauer, aber das war anscheinend nicht die Ursache. Als auf dem Gelände schließlich nichts mehr lief, kam raus, dass es in Dinslaken einen Wasserrohrbruch gegeben hatte und deshalb kein Wasser mehr bei uns ankam. Letztendlich musste nur ein Schalter im Wasserwerk umgelegt werden und alles war wieder gut. Daran sieht man, wie filigran so eine Veranstaltung sein kann.

6.-8. Juli 2018: Eine runde Sache
FEINE SAHNE FISCHFILET, ANTILOPEN GANG, ANTI-FLAG, SICK OF IT ALL, DEAD KENNEDYS ...
2018 war ein rundum gelungenes Festival. Alles war ein bisschen spektakulärer als im Vorjahr, lief aber trotzdem rund. FEINE SAHNE FISCHFILET – in der Zwischenzeit zur Szenegröße geworden – konnten als Headliner begeistern. SONDASCHULE rissen alles ab mit ihrem Akustik-Set auf der kleinen Bühne. Die DEAD KENNEDYS mit dem „neuen“ Sänger kamen nicht besonders gut an. Die LOKALMATADORE und KNOCHENFABRIK wie gewohnt für die Routine im Line-up. Unerfreulich war, dass sich Taschendiebe aufs Gelände gemogelt hatten. Die Vorgehensweise ist immer dieselbe: Portemonnaie klauen, Geld rausnehmen, Portemonnaie wegschmeißen. Die komplette Crew wurde irgendwie zu Privatdetektiven und versuchte, die Diebe zu finden ... leider ohne Erfolg. Zum Glück haben die allermeisten ihre Geldbörsen am Ende wiederbekommen. Monchi hat schließlich auf der Bühne eine Rakete gezündet, die sich im Bühnendach verheddert hat ... is aber nix passiert! Kurz und knapp: Das Rodeo 2018 war super!

5.-7. Juli 2019: Blüüüüümchen, Alter!
THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, THE HELLACOPTERS, TALCO, D.I., MILLENCOLIN, AGNOSTIC FRONT und Blümchen ...
2019 war ein tolles Jahr. Drei Tage strahlender Sonnenschein und unglaublich ausgelassene Stimmung. Fast so, als hätten viele geahnt, was in den nächsten beiden Jahren auf uns zukommen sollte, und noch mal alles gegeben. Dabei fing alles beim Aufbau sehr schwierig an. Einige Mitglieder unserer Aufbaucrew hatten auf einmal roten Ausschlag und krassen Juckreiz und konnten teilweise nicht mehr arbeiten. Irgendwann konnten wir feststellen, dass es an den Eichenprozessionsspinnern lag, die 2019 Hochkonjunktur hatten. Es war eine regelrechte Plage. Unter diesen Bedingungen hätten wir auf keinen Fall tausende Menschen auf die Flächen lassen können. Nach anfänglicher Ratlosigkeit kam uns die Idee, einen Absaugwagen zu bestellen und die Nester der Viecher großflächig aus den Bäumen der Umgebung abzusaugen. Zusätzlich haben wir noch die komplette Wiese absaugen lassen. Das war total aufwändig und teuer, aber es war die Lösung des Problems. Die Ankündigung von Blümchen hat im Vorfeld hohe Wellen geschlagen und wurde heiß diskutiert. Die Geschichte dahinter ist ganz einfach: Ich hatte zufällig ihre Managerin kennengelernt und ihr davon erzählt, dass es beim Ruhrpott Rodeo seit Jahren ein Blümchen-Camp gibt ... und zack war das Ding eingetütet. Die lokale Presse hat sich daraufhin überschlagen, und ich glaube, dadurch sind zum ersten Mal auch viele Leute aus der Umgebung auf das Festival aufmerksam geworden. Blümchen war sichtlich nervös vor dem Auftritt, hat es aber dann genossen. Meine Highlights waren D.I. und THE HELLACOPTERS.

3.-5. Juli 2020: Der Corona-Livestream
KNOCHENFABRIK, DISTRICT, SLIME, Gunnar (DRITTE WAHL), SONDASCHULE, BONSAI KITTEN ...
Es war ein Schock, als wir das Rodeo 2020 wegen Corona absagen mussten. Als der Termin, an dem das Rodeo eigentlich stattgefunden hätte, näherrückte, fielen wir vom Veranstalterteam und die Crew drumherum irgendwie in ein immer tieferes Loch. Es war ja sowieso eine schwierige Zeit. Also überlegten wir uns relativ spontan – drei Wochen vorher –, einen Livestream zu machen. Zack! Bühnenwagen, Kamerateam, Wohnwagen organisiert und einen Haufen befreundeter Bands und Musiker gefragt – und das Ding stand innerhalb einer Woche. Auf dem Acker, der normalerweise unsere Parkplatzwiese ist, bauten wir dann alles auf und es konnte losgehen. Da ich das Ganze ja selbst moderieren sollte, machte ich mir in den Tagen vorher Zettel mit Fragen – die ich natürlich prompt zu Hause vergessen habe. Alle kamen für kurze Interviews vorbei, der Bauer, der uns die Wiesen vermietet, die Lieferanten der Toiletten und Zäune, die Betreiber diverser Clubs aus der Gegend, meine Mutter und zig befreundete Bands. Das war alles sehr chaotisch und irgendwie total wichtig und schön zu der Zeit. Spontan lud ich einen Michael-Wendler-Imitator ein, der auch vorbeikam und mit einer zusammengewürfelten Backing-Band, in der Vom Ritchie, unser Festival-Mercher Fratz und ich mitspielten, drei Songs performte. Anscheinend hat der seinen Job so gut gemacht, dass einige dachten, es wäre der echte gewesen – und sich darüber empörten. Der Rodeo-Livestream war einfach toll und hat mega Spaß gemacht. Dass wir in der Spitze 160.000 Zuschauer mit diesem Chaos erreichten, fand ich unfassbar. Es war ja die Zeit der Livestreams, und viele teuer produzierte Streams hatten nur einen Bruchteil unserer Zahlen. Insgesamt wurden 18 (!) Stunden gestreamt, einen fünfstündigen Zusammenschnitt kann man sich noch bei YouTube angucken.

2021: Kein Rodeo – Fuck!
Was noch sehr erwähnenswert ist: Von den Supporters-Shirts, die wir während Corona angeboten haben, wurden tausende verkauft. Das war wirklich überwältigend und hat uns sehr geholfen, über die Pandemie hinwegzukommen. Danke!

1.-3. Juli 2022: Das Jahrhundert-Line-up
BROILERS, SOCIAL DISTORTION, DROPKICK MURPHYS, KREATOR, Danger Dan, JAYA THE CAT ...
Dadurch, dass so gut wie alle Bands ihre Touren wegen Corona verschieben mussten, waren im ersten Jahr danach extrem viele internationale Bands unterwegs. Das spiegelte sich auch in unserem Line-up wider, das fetter nicht hätte sein können. Es war trotzdem sehr schwierig, das Festival auf die Reihe zu kriegen. Extrem gestiegene Kosten für Personal und Material, teilweise zu wenig verfügbares Material wie Toilettenwagen, Zäune usw. – das alles führte zu großer Ungewissheit. Da wir schon einen großen Teil der Tickets zum Eintrittspreis der Jahre davor verkauft hatten, passte die ganze Kalkulation mit den gestiegenen Preisen nicht mehr zusammen. Es war dennoch ein tolles Festival, das Live-Musik wieder zum Leben erweckt hat. Den BROILERS gebührt ewiger Dank für ihren Auftritt als „Secret Headliner“! Sonstiges Highlight: definitiv das Kontrastprogramm von Danger Dan und KREATOR! Das Publikum war 2022 noch sehr zögerlich mit Live-Veranstaltungen, so dass am Ende viel weniger Leute da waren, als man bei dem Line-up erwartet hätte. Das Festival fühlte sich aber trotzdem gut an, da es ein großer Schritt Richtung Normalität war.

30. Juni - 2. Juli 2023: Back to the roots
HATEBREED, SONDASCHULE, SKA-P, WIZO, SLEAFORD MODS, SODOM, UK SUBS, ZSK ...
2023 haben wir mit dem Line-up wieder etwas kleinere Brötchen gebacken, dafür haben wir zum ersten Mal die „Rodeo on the Road“-Tour durch fünf Städte gemacht. SONDASCHULE hatten sich mittlerweile Headlinerstatus erspielt. WIZO waren seit 2010 sowieso, immer wenn sie da waren, ein Höhepunkt beim Rodeo. Sie sind irgendwie die Konsensband, und egal, wer noch spielt, bei WIZO ist es am vollsten. Da lag es natürlich nahe, dass sie auch bei „Rodeo on the Road“ dabei sind. Es gab einen Stromausfall, der das gesamte Festivalgelände für eine halbe Stunde lahmlegte. Irgendwie fühlte sich alles ein bisschen an wie in den Anfangstagen des Rodeos – etwas kleiner und lokaler. Besondere Momente waren mal wieder D.I., das allerletzte Konzert von SKA-P, die sich danach aufgelöst haben, und Christian Steiffen, der Bela B im Schlepptau hatte.

5.-7. Juli 2024: Das perfekte Festival
SUM 41, BAD RELIGION, NAPALM DEATH, PUSSY RIOT, THE CHATS, FEAR ...
2024 haben wir viel in die Gestaltung des Festivalgeländes investiert. Zum ersten Mal hatten wir ein Riesenrad im Infield – also zumindest ein kleines Vintage-Riesenrad! Es war eine bewusste Entscheidung und es hat sich absolut ausgezahlt, das ganze Drumherum aufwändiger zu gestalten. Die Überlegungen gehen immer mehr in die Richtung, den Besuchern unabhängig von den Bands mehr Abwechslung zu bieten. Aber auch das Line-up konnte sich 2024 sehen lassen. SUM 41 haben uns mit ihren technischen Bedingungen vor neue Herausforderungen gestellt, haben aber auch viele jüngere, neue Leute zum Rodeo gebracht. Mit Money Boy und PUSSY RIOT waren zwei Exoten im Line-up. Rührende Momente waren einer der allerletzten Auftritte der LOKALMATADORE, die zum Rodeo gehörten wie kaum eine andere Band, als auch die Show von NAPALM DEATH, bei der einfach alles stimmte. FEAR spielten nach über 40 Jahren Bandgeschichte zum ersten Mal überhaupt in Deutschland. Als allerletzte Band des Festivals habe ich selbst mit der ABBA-Coverband ABER gespielt. Es war wunderschön! Nadja von PUSSY RIOT, die alleine mit ihrem Manager anreiste, fragte drei Tage vor dem Festival, ob wir ein paar Tänzerinnen organisieren könnten. Die fanden wir schließlich in einer Tanzschule in der Umgebung und sie haben am Vorabend zusammen mit Nadja im Hotel die Tanzschritte geübt. Für den Auftritt bekamen sie Strumpfmasken über den Kopf gezogen – und waren dann halt PUSSY RIOT. Hinterm Mischpult war ein Tower, auf dem ein Einhorn thronte. Was viele gar nicht registriert haben: Wir hatten in das Einhorn eine Nebelmaschine eingebaut und es konnte somit furzen. Na ja, wir hatten unseren Spaß, und keiner hat’s bemerkt. 2024 war das bisher bestbesuchte Rodeo – und lief in jeder Hinsicht total rund. So kann es weitergehen!

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Inklusion und Awareness beim Rodeo
Inklusion und Awareness sind in den letzten Jahren zum Glück immer mehr ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt – das unterstützen wir so gut wir können! Wir wollen ein Ort sein, an dem sich alle wohl fühlen und niemand ausgegrenzt wird. Damit das klappt, haben wir Lucas, unseren Inklusionsbeauftragten. Er steht schon im Vorfeld und natürlich auch während des Festivals mit Rat und Tat zur Seite. Egal ob Gehbehinderung, Abhängigkeit von technischen Hilfsmitteln, Sehbeeinträchtigung oder andere Einschränkungen: Lucas und sein Team helfen gerne weiter. Und falls sich jemand auf dem Festival unwohl fühlt oder übergriffig behandelt wird, gibt es auch dafür eine Anlaufstelle: Bianca und ihr Team. Einfach jemanden aus der Gastro oder von der Security ansprechen, die leiten einen direkt an Bianca weiter. Gemeinsam schaffen wir einen Ort, an dem sich alle sicher und willkommen fühlen!

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Die harten Fakten von 2024
• 360.000 qm (36 Hektar) Fläche für Infield,
Backstage, Camping und Parkplätze
• 2.000 Caravanplätze
• 3.500 Pkw-Stellplätze
• 7 km Mobilzaun
• 4.500 qm Bodenschutz
• 1.500 kVA installierte elektrische Leistung
• 8.000 m Kabel
• 1.500 m Wasserleitungen
• 5 Hydranten
• 35 Abwasserhebeanlagen
• 35 WC- und Duschcontainer/-anhänger
• 25 Bürocontainer
• 70 m Theke
• 12 Kühlanhänger
• 30 Tonnen Müll am Ende des Festivals

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