Foto

CASKETS

The Only Heaven You’ll Know

Zuverlässig alle zwei Jahre bringen CASKETS ein neues Album an den Start. Ihr drittes soll nun den Beginn einer neuen Ära markieren, die auf Reflexion, Resilienz und Neuerfindung fußt  –  so die Band selbst. Dabei bietet „The Only Heaven You’ll Know“ ziemlich genau das, was man von den Briten erwartet: viel Atmosphäre, hohe Energie im Wechsel mit nachdenklichen Momenten, melodische Refrains und viel süßlichen Cleangesang neben ausgewählten, emotionalen Screams. Diese Platte soll klingen, wie es sich anfühlt, in Echtzeit zu zerbrechen. Zugleich ist sie der Beweis dafür, harte Zeiten überstehen und Frieden mit dem eigenen Schmerz schließen zu können. Ehrlich verzweifelt, schonungslos reflektiert und dennoch mit einem Hoffnungsschimmer in der Hinterhand behandelt Frontmann Matt Flood wie bereits auf dem Debütalbum seine ganz persönlichen Herausforderungen. Schade nur, dass sich das authentische Bild im polierten Producing etwas verliert. Die abermals mit reichlich Effekten besetzten Vocals („Our remedy“) rauben dem Ganzen etwas Persönlichkeit und schaffen mehr Distanz als Nähe. Elektronische Elemente tun ihr übriges. Auch wenn ein streckenweise glattgebügelter (Vocal-)Sound nicht unüblich ist für CASKETS, so würde ihnen etwas mehr Natürlichkeit gut stehen  –  in den wenigen härteren Passagen gelingt das nämlich meist.

Anzeige