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100 KILO HERZ

Hallo, Startblock

„Hallo, Startblock“ heißt das vierte Album der Leipziger Brass-Punk-Institution 100 KILO HERZ. Und auch wenn der Titel nach Neuanfang klingt, sprintet die Band hier eher kraftvoll weiter. Schon der Opener „Eh ok“ feuert mit massiven Bläsern los, die auch Jan Delay samt DISKO NO. 1 stolz machen würden, nur eben mit deutlich mehr Punk im Blut. „Im selben Boot“ wirkt da fast zahmer, melodischer, aber nicht weniger mitreißend. Die Bläser sind auch keine einmalige Deko, sondern fester Bestandteil der Songs. Und auch bei den Features wird geliefert: ELL verleiht „Der letzte Tag“ einen Hauch Melancholie, während „Wir sind hier nicht in Seattle“ mit JACK POTT charmant gen Norden schielt. Inhaltlich bleibt’s klassisch Punk – bissige Gesellschaftskritik trifft auf persönliche Zwischentöne. Besonders „Mit dir“ punktet mit Herz und Tempo zugleich und zeigt, dass Gefühl und Haltung sich nicht ausschließen. Wer rohen, dreckigen Punk erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer aber auf kluge Weiterentwicklung im Punk setzt, wird „Hallo, Startblock“ mögen.

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