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RAZORBLADES

Howlin’ At The Copycats

Das Wiesbadener Surftrio meldet sich zurück mit Album Nr. 7. Surf ist über die Gitarrenarbeit nach wie vor präsent, tritt aber noch deutlicher als auf den letzten Platten in den Hintergrund. Ließen sich THE RAZORBLADES schon zu ihrer Anfangszeit 2003 nicht auf klassischen Sixties-Surf festlegen, so pendelt das Ganze inzwischen fast gleichberechtigt irgendwo zwischen Surf, Punkrock, Garage und Eighties-Pop. Geblieben ist die überwiegend instrumentale Ausrichtung – 12 von insgesamt 16 Songs kommen ohne Gesang aus. Bandchef und Gitarrist Rob Razorblade holt dabei alles aus seinem Instrument heraus, was geht, ohne dass es nervt und zum Selbstzweck wird. Tolle Melodien und ein treibender Beat sind nach wie vor wichtig und für mich das Besondere an dieser Band. Und auch die vier eröffnenden Songs mit Leadgesang machen Spaß. Besonders offensichtlich wird der Abwechslungsreichtum durch die Aufteilung der Doppelvinyl-Version in vier stilistisch unterschiedliche Plattenseiten. THE RAZORBLADES gehören für mich übrigens auch zu diesem Schlag Bands, die einfach immer weitermachen – egal, wie angesagt ihr Sound gerade ist. Rock’n’Roll als Haltung. Mir hilft diese Platte jedenfalls, den vermutlich leider konzertfreien Sommer gut gelaunt zu überstehen.