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ZSK

Feuer & Papier

Wer in ein neues Album mit einem derartigen HappyHappyDingDong-Knaller wie „3 Uhr nachts“ startet, kann nur gewinnen. ZSK verpflichten uns mit dem bandtypisch höchst melodischen Opener des neuen, achten Studioalbums schon nach den ersten Takten zu äußerst guter Laune. Bei Erscheinen des Albums in diesem Herbst ist die Cabrio-Saison leider schon nahezu vorbei, aber fürs nächste Jahr empfiehlt sich „Feuer & Papier“ als erstklassiger Begleiter für Fahrspaß open air durch Brandenburger Savannen. „Random Acts of Kindness“ statt 24/7 auf den Barrikaden, regen ZSK an – denn manchmal kann es vielleicht auch die freundliche Geste, der gemeinsam gegrölte Song oder das mitgebrachte Getränk aufm Stadtfest sein, die das Umfeld zum Positiven verändern. „Kein Bock auf Nazis“ gilt im Bandumfeld nach wie vor und so ist die Band auch immer noch praktisch aktiv in ihrer politischen Arbeit wie wenig andere. Vermutlich war klare Kante gegen rechts seit der Bandgründung auch nie wichtiger als jetzt. „Feuer & Papier“ soll ermutigen, Hoffnungen wecken und Zuversicht schenken, steter Antifaschismus kann von Zeit zu Zeit sehr müde machen. Wer sich also im Kollektiv Motivation angrölen möchte, kann das zwischen September und Januar hervorragend tun – ZSK werden fleißig touren und nehmen alles von Wien bis Coesfeld mit. Vielleicht gibt’s dann bald auch wieder einen „Sommer ohne Nazis“, schöner jedenfalls hätte „Feuer & Papier“ nicht enden können.

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