MOVEMENTS

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Wurzeln und Weiterentwicklung

MOVEMENTS sind voll und ganz zurück und schlagen mit ihrem vierten Studioalbum „Happier Now“ ein neues Kapitel auf. Bereits die ersten Singles scheinen gerade bei langjährigen Fans Begeisterung auszulösen, denn musikalisch erinnert es an frühere Zeiten der Kalifornier. Über den Balanceakt zwischen Weiterentwicklung und Wiedererkennbarkeit sowie die emotionale Verbindung zu den Fans sprechen wir mit Bassist Austin Cressey.

Happier Now“ hebt sich deutlich von seinem Vorgänger „Ruckus!“ ab und erinnert eher an frühere Alben. War das beabsichtigt?

Die musikalische Richtung auf „Ruckus!“ wurde von unseren Live-Auftritten inspiriert. Wir wollten ein Album schreiben, das viel Energie hat und sehr rockig ist. Manchmal hatten wir beim Erstellen einer Setlist das Gefühl, dass wir nicht genug Songs haben, die zu der energiegeladenen Atmosphäre passen, die wir live schaffen wollten. Auf „Ruckus!“ wollten wir alle möglichen Sounds ausprobieren und die Grenzen eines MOVEMENTS-Songs komplett austesten. Das führte zu einer sehr vielfältigen Mischung von Songs. „Happier Now“ entstand auf sehr ähnliche Weise. Wir trafen uns alle im Studio, begannen mit einem Riff oder einer Stimmung für einen Track und bauten ihn von dort weiter aus und jammten dazu. Sobald wir eine Instrumentalversion fertig hatten, gaben wir sie unserem Sänger Patrick, damit er am Gesang arbeiten konnte. Während er das tat, begannen wir anderen mit der nächsten Instrumentalversion, bis er bereit war, Melodien und Texte aufzunehmen. Sobald wir den Gesang für einen Track hatten, gingen wir noch einmal ran und arbeiteten an den Gitarrensoli oder passten die Instrumente an, damit sie besser zur Stimme passten. Letztendlich ist „Happier Now“ allerdings viel stärker auf ein Ziel ausgerichtet als der Vorgänger. Ich würde nicht sagen, dass es beabsichtigt war, wie früher zu klingen, aber beim Schreiben einiger Songs hatten wir tatsächlich das Gefühl, dass bestimmte Passagen an ältere Sachen erinnerten. Wir bemühen uns, niemals zweimal dasselbe Album zu schreiben. Die Themen und die allgemeine Atmosphäre dieses Albums stehen meiner Meinung nach in starkem Kontrast zum letzten. Wir lernen mit jedem Mal etwas Neues dazu und erweitern damit unser klangliche Bandbreite, die wir über die Jahre aufgebaut haben. Manche Teile der Songs mögen vielleicht an ein früheres Werk erinnern, aber das liegt an dem gesammelten Wissen, das wir uns gemeinsam erarbeitet haben.

Viele Fans scheinen sich über diese musikalischen Parallelen zu euren früheren Werken zu freuen. Spielen die Erwartungen der Fans für euch eine Rolle beim Schreiben neuer Musik?
Ich denke, wir haben die Erwartungen der Fans im Hinter­kopf, aber in erster Linie muss es uns selbst gefallen, woran wir arbeiten und was wir schaffen. Würden wir es nicht mögen, wie sollten wir dann unser Bestes geben? Diese Band hat mit null Fans angefangen, und wir haben immer geschrieben, was wir wollten. Wir müssen unsere Musik ja Tag für Tag leben und atmen, besonders auf Tour. Letztendlich werden wir Sachen schreiben, die inspirierend sind und sich für uns frisch anfühlen.

Ihr seid für persönliche und emotionale Texte bekannt. Viele Fans verbinden eure Musik mit schwierigen Zeiten in ihrem Leben. Wie fühlt es sich an, diese Rolle für andere Menschen zu spielen?
Die Themen in unserer Musik können manchmal sehr schwer sein, aber ich hoffe, dass sie den Menschen hilft zu erkennen, dass sie mit ihren Kämpfen nicht allein sind. Wir sind alle Menschen und durchleben viele verschiedene Emotionen, und ich hoffe, es ist tröstlich für die Fans zu wissen, dass andere die gleichen Gefühle erleben wie sie und dass sie alles, was ihr Leben negativ beeinflusst, überwinden und verarbeiten können.

Ihr habt eure Singles „Dissolve me“ und „Back in my ways“ als ein zusammenhängendes Musikvideo veröffentlicht. Was war der Grund dafür?
Ich fand es immer toll, wenn das andere Bands gemacht haben. So entsteht eine durchgehende musikalische und visuelle Reise. Da ich bei diesen beiden Songs mit sehr unterschiedlichen Soundstrukturen an den Start ging, wollte ich, dass die Zuschauenden in das gesamte Erlebnis eintauchen, anstatt dass ein Video endet und sie dann auf das nächste klicken müssen. Ich denke, ein zweiteiliges Video stärkt beide Songs und zeigt, was man vom Rest des Albums erwarten kann.

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