
Was man von einem LAMB OF GOD-Album erwarten kann, sollte mittlerweile klar sein: perfekte Grooves, eine mächtige Produktion und die unverwechselbare Stimme von Randy Blythe. Wenig überraschend ist also das, was da mit dem Opener und Titelsong „Into oblivion“ auf den geneigten Hörer eindrischt. Dass die Band sich auch immer wieder des Klargesangs bedient, ist mittlerweile ebenso bekannt. Songs wie „El vacio“ sollten also auch niemanden überraschen. Dennoch fällt gerade dieser Titel etwas aus dem Rahmen. Düster bleibt die Stimmung aber trotz des klaren Gesangs weiterhin. Genügend Groove Metal der gewohnten Sorte gibt es natürlich auch. „Parasocial christ“ und „Sepsis“ beispielsweise hören sich so böse an wie die früheren Alben der Band. LAMB OF GOD sei Dank, genau das will man nämlich hören. Und auch nach drei Jahrzehnten wird das nicht langweilig. Vor allem wenn es so knallt wie bei den ersten Takten von „Sepsis“. Dieser Bass ist einfach der Wahnsinn und er macht in Verbindung mit Randys düsterem Sprechen, das in die gewohnten Schreitiraden wechselt, aus dem Track ein Highlight der Platte. Hier zeigt sich, dass LAMB OF GOD trotz klar abgestecktem Soundspektrum immer noch offen für neue Experimente sind. Diese sind aber gut in das Gesamtgefüge eingeflochten und enden dann immer wieder mit den für die Band typischen Groove-Metal-Einlagen. Also alles wie erwartet und wie immer auch perfekt auf den Punkt geschrieben und rundum überzeugend.
© by - Ausgabe # und 29. Mai 2020
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© by Fuze - Ausgabe #82 Juni/Juli 2020 und Rodney Fuchs
© by Fuze - Ausgabe #117 April/Mai 2026 und Marvin Kolb
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