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DRAMATIST

Wasting Words

Erst kürzlich auf der Bildfläche erschienen, legen DRAMATIST nun ihr Debütalbum vor. „Wasting Words“ ist eine herrlich erfrischende Postcore-Platte, atmosphärisch, packend, vehement – ohne jemals aufdringlich zu werden. Mit acht Songs wirkt „Wasting Words“ vermeintlich schlank, dafür haben die meisten Tracks dezente Überlänge und somit ausreichend Raum, ihre volle Wirkung zu entfalten. Die Entscheidung für die Länge war eine bewusste, wie uns die Band im Interview erklärt. Langatmig aber wird es nie. Der handgemachte Sound der Bremer ist roh, hat Ecken und Kanten, kommt manchmal ein bisschen störrisch daher, erfreut sich aber zugleich zu einer ganz wunderbaren Melodik. Bereits die Debütsingle „Fat white families“ nimmt gefangen mit ihrem markant-penetranten Motiv – ein Stilmittel, das einem auf „Wasting Words“ noch häufiger begegnet. Ein weiteres Highlight: „Disappointed“, das sich eindrucksvoll aufbaut, gegen Ende fast episch wird. DRAMATIST selbst sind vor allem stolz auf das Outro „Go“, weil es sich etwas vom restlichen Sound der Platte abhebt, verrät uns Drummer Moritz im Gespräch. Eigentlich aber können sie selbstbewusst auf das Gesamtwerk blicken. Zwar erfinden sie das Rad des Postcore nicht neu, präsentieren dennoch ein bodenständiges Debüt – mit Gesellschaftskritik und dem gewissen Etwas. Und irgendwie mag es einen nicht mehr so recht loslassen.

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