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V.A.

That’ll Flat Git It! Vol. 39

Neben Warner und 20th Century Fox leistete sich ebenfalls das Filmstudio United Artists eine Plattenlabel-Dependance, der Schwerpunkt lag dabei auf Filmscores, und nicht zuletzt die ersten Erfolge von Hank Williams verhalfen United Artists zu Auftrieb. Aber mit dem Aufkommen der Rock’n’Roll-Welle schafften es dann mehr und mehr Pop- und Rock-Platten ins Repertoire, darunter auch eine ganze Menge veritabler Rockabillies. Viele davon zwar eher kleine Lichter ohne große Bedeutung für das Label, die nach ein, zwei Singles dann an andere weitergereicht wurden. Dazu gehören Künstler wie Chuck Wiley, Ronnie Brent, Warren Miller oder Wes Bryan, allesamt eher erfolglos, dafür hier mit den standesgemäßen wilden Performances, die man mittlerweile von der „Flat Git It“-Reihe kennt. Trotzdem ist United Artists auch mit einer Reihe von namhaften Künstlern im Geschäft, allen voran, wenn auch weitgehend hinter den Kulissen tätig: Lee Hazlewood, der vor Beginn seiner eigenen Karriere als Songschreiber und Hausproduzent für das Label tätig war. Zu den bekannteren Interpreten zählen Al Casey (hier unter anderem mit seinem Novelty-artigen Instrumental „The stinger“), der spätere vierfache Grammy-Preisträger Delbert McClinton mit seinen STRAIGHTJACKETS und George Jones, der vor seinen Country-Hits mit „Root beer“ auf Big Boppers Spuren wandelte. Bear Family hat erneut unter Beweis gestellt, dass sie die Macht im Rock-Reissue-Geschäft sind. Eine bedachtsam kuratierte Zusammenstellung von „Hits“ und „Nieten“, präsentiert mit Liebe zum Detail sowie einem vor Informationen strotzenden 36-seitigem Beiheft, wie immer alles im bestmöglichen Soundgewand.