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V.A.

Es is zum Scheissn – Das Album zum Film über Punk in Wien 1977-1988

In Ox #148 im Februar 2020 hatten wir ein Interview mit der Wiener Punklegende Thomas Reitmayer, der zusammen mit anderen in jahrelanger Fleißarbeit mit „Es is zum Scheissn“ einen Dokumentarfilm über Punk in Wien in den Jahren 1977 bis 1988 zusammengestellt hatte. Der Film war im Oktober 2019 uraufgeführt worden, aber kleinkarierte Menschen holten wegen persönlicher Befindlichkeiten die Doku aus der Öffentlichkeit. Und dann schlug auch noch das Schicksal zu, Thomas Reitmayer starb im Mai 2020 plötzlich an einem Herzinfarkt. Ende April 2025 fand nun endlich die zweite Premiere des Films in Wien statt, parallel dazu erschien die auch 2019 schon geplante LP-Compilation zum Film – und die Doku selbst liegt als DVD bei. Ein kluger Schachzug, denn in Zeiten, da Filme als reine Streaming-Veröffentlichung bei rechtlichen Problemen sehr leicht aus dem Netz/der Welt zu holen sind, geben hunderte kursierende DVDs doch die Sicherheit, dass der Inhalt der Szene erhalten bleibt. Nun, der unbedingt sehenswerte Film ist das eine, die Musik der Menschen, um die es da geht das andere. 16 Songs lang werden die hier porträtiert, mit dabei sind CHUZPE, DIRT SHIT (die Band von Ronnie Rocket/Urini, siehe Ox-Interview), DIE BÖSLINGE (siehe Interview im aktuellen Ox, mit dem legendären „Scheiss Kibarei“), PÖBEL, A-GEN 53, EXTREM, SCHUND (wundervolle Texte!) und DEAD NITTELS. Schön und poliert ist hier gar nichts, die Texte im Wiener Dialekt bringen bestens diese grantig-sympathische Attitüde der subkulturellen Einwohner der österreichischen Hauptstadt zum Ausdruck: Es is zum Scheissn – das Leben, die Welt, überhaupt alles! Unbedingt anhören und anschauen.

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