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Heavy Kraut! Wie der Hardrock nach Deutschland kam 1977-1983 Teil 2

Wie kam der Metal eigentlich nach Deutschland? Diese Frage stellte sich der Metal-affine Autor Frank Schäfer in seinem 2022 erschienenen Buch „Heavy Kraut“, das anschaulich zeigt, wie die Entwicklung von Heavy Metal mit den deutschen Krautrock-Bands verknüpft war und mit den durch diese beförderten unabhängigen Label- und Vertriebsstrukturen. Prominentestes Beispiel dürften die Solinger Metal-Pioniere ACCEPT sein, die ihre ersten Alben noch auf dem Krautrock-Label Brain zwischen Klaus Schulze und NEU! veröffentlichten. Aber auch die SCORPIONS entstanden im Dunstkreis von Krautrock. Anfang 2024 brachte Bear Family die von Frank Schäfer kuratierte Compilation „Heavy Kraut! Wie der Hardrock nach Deutschland kam 1970-1976 Teil 1“ heraus, mit 29 Titeln, die eine unterhaltsame Entdeckungsreise zu den Anfängen von deutschem Heavy Rock darstellten, mit vielen eher skurrilen, oft schon lange in Vergessenheit geratenen Bands und Eintagsfliegen, darunter auch ELOY, BIRTH CONTROL und LUCIFER’S FRIEND, neben „Der Hund von Baskerville“ des Schlagerduos CINDY & BERT, die damit erstaunlich gelungen „Paranoid“ von BLACK SABBATH coverten. Sehr schön war auch das umfangreiche Booklet von Schäfer, das auch bei Teil 2 (mit 25 Titeln auf zwei CDs aus den Jahren 1977 bis 1983) wieder spannende Infos zu den beteiligten Bands liefert und auch das teils amüsante damalige Artwork der Veröffentlichungen zeigt. So richtig derber Metal ist das alles aber noch nicht, eher typischer Hardrock dieser Zeit oder etwas ruppigerer Rock’n’Roll. Darunter auch immer noch aktive Bands wie TRANCE, ACCEPT oder die Piraten-Fans RUNNING WILD. Zur Vervollständigung der heimischen Metal-Sammlung ist „Heavy Kraut!“ (einen dritten Teil wird es nicht geben) sicher nicht essentiell, aber für die persönliche musikalische Horizonterweiterung sendet die Compilation reichlich Impulse aus.

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