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V.A.

The Moon Was Full And So Was I

Nachdem in der zweiten Hälfte der Achtziger seine Bands CRIMSON SHADOWS und STOMACH MOUTHS mit einigem Erfolg das Garage-Revival in Schweden einläuten, war in den Neunziger Jahren für Jens Lindberg musikalisch eher Ebbe angesagt. Zwar hatte er eine ziemlich ansehnliche Anzahl von Bands und Projekten, doch davon startete erstaunlicherweise nichts so richtig durch. Dennoch existieren von fast allen seiner Combos Aufnahmen, und die besten davon hat er nun für das portugiesische Label Chaputa zusammengestellt. Da wären zunächst die CLIFFHANGERS, mehr oder weniger eine Garage-Cover-Band, für die Jens auch einige Original-Songs schrieb. Mit zwei Tracks sind sie auf der Compilation zu hören, ebenso wie das Nachfolgeprojekt BLINDSHAG. Deren Ansatz war eher dreckiger, beeinflusst von Jon Spencers BLUES EXPLOSION, von ihnen gibt’s vier Nummern, darunter ein SONICS-Cover. Mit den FREINDS kam Lindberg dann gut voran, es gab Festival-Shows, TV-Auftritte, sogar ein Major-Deal stand im Raum, aber aus unerfindlichen Gründen implodierte die Sache, das Album blieb unveröffentlicht. Von den MAGGOTS gibt’s zwei rare frühe Aufnahmen zu hören, ebenso von den MAHARAJAS (in der Ur-Besetzung mit Sean O’Neill). Besonders spannend: Der Hidden Bonustrack, eine REMAINS-Nummer („Heart of stone“), eingespielt von Lindberg mit den Athener CARDINALS. Aus dieser Zeit sollen noch einige weitere Aufnahmen existieren, auch zusammen mit FRANTIC V, es bleibt zu hoffen, dass gerade diese Episode (Lindberg wurde in Griechenland mit dem „Moody“-Virus infiziert, der die Grundlage des MAHARAJAS-Sounds ist) mit einer weiteren Compilation vorgestellt wird.