Reviews : V.A. / TEENAGE SHUTDOWN SERIES: Jump, Jive & Harmonize / You Treated Me Bad / Things Been Bad / I’m A No-Count / Nobody To Love LP / Teenage Shutdown :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

V.A.

TEENAGE SHUTDOWN SERIES: Jump, Jive & Harmonize / You Treated Me Bad / Things Been Bad / I’m A No-Count / Nobody To Love LP / Teenage Shutdown

Label: Crypt

Vertrieb: EFA


MONSTER TIME!!! Ok, bevor ich etwas zum ultimativen buttwhip in fünf Akten, der da heißt Teenage Shutdown, sage, mal etwas Grundsätzliches. Einige dürften wohl schon von der Bestandsaufnahme im Hause Crypt gelesen haben, die zum Resultat hatte, daß das gottverdammt beste Label der Welt in Zukunft so gut wie keine Releases moderner Bands mehr herausbringen wird, sondern sich stattdessen auf den Ausbau von Compilation-Serien wie Las Vegas Grind und Teenage Shutdown konzentrieren wird.

Keine Ahnung, ob im Hause Crypt der break even point etwas höher liegt als bei anderen Labels, immerhin kann man in jedem halbwegs brauchbaren Fanzine, egal ob amerikanisch oder europäisch, eine Anzeige der Hamburger finden.

Aber es ist ein gottverdammtes Armutszeugnis für unsere wundervolle Punk-Rock-Szene, wenn Bands von der Qualität der DIRTYS, OBLIVIANS, REVELATORS, BANTAM ROOSTER, etc. mit ihren Alben noch nicht mal auf plus minus null kommen können.

Motherfuck the squares! Und jetzt zu etwas erheblich Erfreulicherem, nämlich den ersten fünf Alben der Teenage Shutdown Serie. Als 60‘s-Punk-Fan hat man es in letzter Zeit ja nicht mehr unbedingt einfach gehabt, echte top notch releases aufzustöbern.

Entweder war das Songmaterial sehr durchwachsen, die Soundqualität ziemlich beschissen oder die Aufmachung dürftig, was man im Hause Crypt ja auch immer wieder Compilation-Serien wie Pebbles, High In The Mid-Sixties und 60‘s Rebellion vorgeworfen hat.

All diese Probleme stellen sich bei der Teenage Shutdown Serie nicht, was insbesondere deshalb bemerkenswert ist, weil der überwiegende Teil der hier vertretenen Songs bis dato unveröffentlicht war.

Heutzutage noch eine solche Anzahl an echten 60‘s-Nuggets auszugraben, hatte ich eigentlich für ziemlich unmöglich gehalten. Sammler von 60‘s-Compilations werden natürlich eine Reihe alter Bekannter wiedertreffen, wie z.B.

„I’m a no-count“ von TY WAGNER, das unlängst als 45 wiederveröffentlichte „We’re pretty quick“ von THE CHOB oder „The Alligator“ von THE US FOUR. Aber insbesondere bei einem Song wie „I’m a no-count“ zeigt sich die Stärke dieser Compilation-Serie.

Die Songs wurden nämlich mithilfe eines $ 30.000-Plattenspielers von den Original-Acetaten überspielt und dementsprechend gut ist auch die Soundqualität. Wenn ich TY WAGNER hören will, werde ich in Zukunft jedenfalls nicht mehr die Pebbles-Version herauskramen.

Dementsprechend eignet sich Teenage Shutdown für alte 60‘s-Punk-Fanatiker gleichermaßen wie für Neueinsteiger. Ich schwöre, unter den 92 Songs der fünf Vinyl-Ausgaben befindet sich nicht ein einziger Stinker, und das obwohl sich eine Band KAMA-DEL-SUTRA nennt.

Auf jede Band einzeln einzugehen würde hier etwas den Rahmen sprengen und wäre wohl auch nicht ratsam, da man sich genausogut an die wie immer exzellenten Back-From-The-Grave-style-liner-notes halten kann.

Von daher werde ich mich auf eine kurze Präsentation der auf den jeweiligen Volumes vertretenen Musikstile und Bands beschränken. Übrigens sind beide Formate mit Ausnahme von einer CD, die zwei Songs mehr aufweist als das Vinyl, vom Inhalt her identisch, wobei die CD’s jeweils mit zwölfseitigem Booklet kommen.

„Jump, Jive & Harmonize“ widmet sich dem toughen, SONICS-beeinflußten R&B-stomp mit Bands wie THEE MIDNITERS, JOLLY GREEN GIANTS, FIVE AMERICANS, THE US FOUR, COBRAS, DEL SHANNON (!), THE SHANDELLS, CENTURYS, THE ESQUIRES, THE HUMAN BEINGS, etc.

Bis auf sechs Songs alles unveröffentlicht. Das Motto von „You Treated Me Bad“ lautet Teen Angst und wird von pubertierenden Hepcats wie den GREMLINS, MOXIES, J.D. ROGUES, LITTLE JOHN AND THE SHERWOODS, THE PLAGUES, THE TWILITERS, THE POSSUMS, THE MESSENGERS, THE SANTS, THE JUJUS, etc.

zum Besten gegeben. Nur fünf bis dato veröffentlichte Songs. „Things Been Bad“ befaßt sich mit der Frat-Fraktion und den Teen Ravern à la PAGANS, BARRACUDAS, YO-YO’s, MIDNITERS, DEBONAIRES, ROAMIN’ TOGAS, TALISMEN, SAXONS, STAINS, etc.

Ebenfalls nur fünf veröffentlichte Songs. „I’m A No-Count“ präsentiert selbstverständlich all diejenigen Bands, die sich vom Schicksal in die Eier getreten fühlen und Rotz und Pipi brüllend auf Rache sinnen, wie z.B.

FALLEN ANGELS, JOLLY GREEN GIANTS, THE PLAGUE, CONTINENTALS, THE GENTS, THE OUTCASTS, THE CHOB, AL’S UNTOUCHABLES, TY WAGNER, THE CAVE MEN, etc. „Nobody To Love“ schaltet dann einen Gang zurück und bietet allen leidgeprüften Folk-Punks, die auch gerne mal ein Tränchen wegquetschen, eine Plattform.

Mit dabei sind THE INTRUDERS, THE ILLUSIONS, THE SHANDELS, MIKE’S MESSENGERS, SONICS INC., THE JADES, THE TWILIGHTS, THE PARAGONS, THE ROGUES, THE PLAGUES, etc. Nur ein unveröffentlichter Song.

Und wo wir gerade bei Folk-Punk sind: man darf sich auf eine demnächst bei Crypt erscheinende SQUIRES-CD freuen. Die großartige „Going All The Way“ dürfte mittlerweile hoffentlich jeder sein Eigentum nennen.

Wenn du dir in den nächsten paar Monaten fünf LP’s kaufst, dann bau keinen Scheiß und kauf dir die komplette Teenage Shutdown Serie. Die wird dir nämlich mit Sicherheit nicht in zwei Jahren auf den Wecker gehen.

Und spar schonmal, denn im Oktober sollen angeblich drei weitere Volumes erscheinen.

Norbert Johannknecht

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #32 (III 1998)

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